Posted by objektivisten on 6th März 2008
In der Ausgabe Oktober 1975 der Zeitschrift The Ayn Rand Letter beschäftigt sich Ayn Rand in dem Aufsatz From The Horse’s Mouth (auch enthalten in dem Sammelband Philosophy: Who Needs It?) mit dem Buch Immanuel Kant: Sein Leben und seine Lehre (englisch: "Immanuel Kant: His Life and Doctrin") des deutschen Philosophen Friedrich Paulsen (1846 - 1908). Paulsen ist ein überzeugter (wenn auch kein unbedingter) Anhänger Kants und seine Darstellung der Philosophie Kants ist so empörend für Rand, weil sie sein Buch als ein Symptom ansieht für die Zustand der Welt des 19. Jahrhundert (das Buch erschien 1898), eine Welt, die existenziell die beste war in der Geschichte des Westens, philosophisch aber die schlechteste: "Paulsen demonstriert nur, wie vollständig diese Bösartigkeit sich verbreitet hatte in der westlichen Kultur am Anbeginn des 20. Jahrhunderts." Read the rest of this entry »
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Posted by objektivisten on 28th Februar 2008
(Autor: Sascha Settegast ) Wenn man heute die Debatten über Deutschlands Zukunft verfolgt, dann fällt vor allem eines auf: Es werden unzählige, fundamental verschiedene Entwürfe und Gegenentwürfe gemacht, die sich um die eine oder andere Nische des gesellschaftlichen Zusammenlebens drehen und allenfalls lose durch Grundüberzeugungen verknüpft sind, die einander mehr oder minder widerstreiten. Man ruft soziale Gerechtigkeit, Eigenverantwortung, Umweltbewusstsein, ein Recht auf dieses und jenes an, und fordert dann Mindestlöhne oder nicht, streitet sich über deren Höhe in verschiedenen Branchen, diskutiert über die Existenz des Klimawandels und (nicht) zu treffende Maßnahmen, über Kindergeld, Managergehalt, Raucherverfolgung, Hartz IV und IHK-Zwang. Die meisten dieser widerstreitenden Entwürfe sind dabei durch Partikularinteressen motiviert; ihre Vertreter berufen sich auf ein vermeintliches Allgemeinwohl, das mit dem Wohl einer bestimmten Gruppe identifiziert wird, welche die „eigentliche“ Gesellschaft, oder doch einen signifikanten, tragenden, etc. Teil derselben ausmache. Read the rest of this entry »
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Posted by objektivisten on 1st Mai 2007
In der Präambel der amerikanischen Verfassung wird der zentrale Zweck des Staates mit den Worten beschrieben, dass “die Gerechtigkeit zu verwirklichen” und “die Ruhe im Innern zu sichern” sei. Dabei ist die Reihenfolge natürlich nicht beliebig, denn dass “Ruhe im Innern” die Folge der Verwirklichung von Gerechtigkeit ist, liegt auf der Hand, aber “Ruhe im Innern” allein verwirklicht noch keine Gerechtigkeit. Gerechtigkeit in Bezug auf die Bekämpfung der Kriminalität erfordert als Basis der Strafjustiz das Prinzip der Retribution, d. h. der proportionalen Bestrafung des Übeltäters. Read the rest of this entry »
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Posted by objektivisten on 30th April 2007
(Autor: Sascha Settegast)
In den vergangenen Jahren hat sich auch in Deutschland eine politische Philosophie mit dem Namen „Libertarismus“ auszubreiten begonnen, die – gestützt vor allem auf die Ökonomen Murray Rothbard und Hans-Hermann Hoppe – die Abschaffung des Staates und die Etablierung einer anarchokapitalistischen Gesellschaft fordert, in welcher der Schutz der Menschen vor Zwang und Gewalt durch private, konkurrierende Sicherheitsanbieter stattfinden soll. Die Verteidiger dieser Theorie betrachten sich als Individualisten, haben aber leider wesentliche Prämissen mit dem Kollektivismus gemein. Read the rest of this entry »
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