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	<title>Der Aufstand der Vernunft &#187; Bücher</title>
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	<description>Ayn Rands Objektivismus</description>
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		<title>Ayn Rands Randbemerkungen</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 10:28:20 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ayn Rand machte ausgiebige Randbemerkungen in den Büchern und Zeitschriften, die sie las, und Robert Mayhew (Ayn Rand’s Marginalia) verdanken wir es, dass diese Kommentare heute in Buchform einer breiten Öffentlichkeit zugänglich sind. Auch wenn man nicht vergessen sollte, dass Rand diese Bemerkungen nicht für eine Veröffentlichung vorgesehen hatte, und sie somit nicht unbedingt als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.objektivisten.org/wp-content/uploads/2010/02/ar22b_2202.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-153" title="ar22b_220" src="http://www.objektivisten.org/wp-content/uploads/2010/02/ar22b_2202.jpg" alt="" width="146" height="220" /></a>Ayn Rand machte ausgiebige Randbemerkungen in den Büchern und Zeitschriften, die sie las, und Robert Mayhew (<em>Ayn Rand’s Marginalia</em>) verdanken wir es, dass diese Kommentare heute in Buchform einer breiten Öffentlichkeit zugänglich sind. Auch wenn man nicht vergessen sollte, dass Rand diese Bemerkungen nicht für eine Veröffentlichung vorgesehen hatte, und sie somit nicht unbedingt als abschließendes Urteil über einen Autor angesehen werden sollten, sind sie doch so aufschlussreich, dass eine Lektüre sich durchaus lohnt. In den meisten Fällen sind die Bemerkungen negativer Natur, was sich daraus ergibt, dass Zustimmung natürlich ausgedrückt werden kann, wie es Rand zum Beispiel in Bezug auf Barry Goldwaters <em>The Conscience of a Conservative</em> (deutsch: &#8220;Das Gewissen eines Konservativen&#8221;) tat, aber es bedarf nicht vieler Worte, weil das Argument in den Worten des Autors schon dargelegt wurde. Anders verhält es sich bei Autoren, mit denen man nicht übereinstimmt, denn der Dissens bedarf der Erklärung. Sehr deutlich fällt die Ablehnung von Friedrich A. Hayeks Buch <em>The Road to Serfdom</em> (deutsch: &#8220;Der Weg zur Knechtschaft&#8221;) durch Rand aus, und aus den Vorbemerkungen von Robert Mayhew wird deutlich, dass Hayek von Rand nicht als ideologischer Verbündeter angesehen wurde – im Gegenteil. In einem Brief an Rose Wilder Lane vom 21. August 1946 bemerkt Rand: „Jene, die mit uns in gewisser Hinsicht übereinstimmen, gleichzeitig jedoch auch gegensätzliche Ideen predigen, sind definitiv schädlicher als hundertprozentige Feinde. Als ein Beispiel für einen unserer bösartigsten Feinde würde ich Hayek nennen.“ Bei ihren Randbemerkungen macht Rand aus ihrem Herzen keine Mördergrube und artikuliert heftige Ablehnung durch solche Ausdrücke wie „the damn fool“, „the total, complete, vicious bastard“, „the damn idiot“ und sogar „the ass“. Inwieweit sie Hayek für einen Kollektivisten hält, bleibt offen, aber dass sie Hayek vom kollektivistischen Denken für infiziert hält, wird deutlich: „Der Narr ist so voll mit all den Platitüden des Kollektivismus, dass es erschreckend ist.“</p>
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		<title>Vom Wert der besseren Ideen</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Jun 2009 09:52:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Jahr 1959 hielt der Ökonom Ludwig von Mises in Buenos Aires sechs Vorträge, die man jetzt auch in deutscher Sprache nachlesen kann. Vom Wert der besseren Ideen heißt das Buch, das diese Vorträge enthält, in denen von Mises eine mitreißende Verteidigung des Kapitalismus abliefert, wie sie gerade in diesen Tagen von &#8220;Rettungspaketen&#8221; und &#8220;Stimulierung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://kapitalismus.wordpress.com/files/2009/06/41aqvpf-jel__sl500_aa240_1.jpg" alt="41aqVpF-JEL__SL500_AA240_" title="41aqVpF-JEL__SL500_AA240_" width="240" height="240" class="alignleft size-full wp-image-1924" />Im Jahr 1959 hielt der Ökonom Ludwig von Mises in Buenos Aires sechs Vorträge, die man jetzt auch in deutscher Sprache nachlesen kann. <a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3789282669/objektivvernu-21">Vom Wert der besseren Ideen</a> heißt das Buch, das diese Vorträge enthält, in denen von Mises eine mitreißende Verteidigung des Kapitalismus abliefert, wie sie gerade in diesen Tagen von &#8220;Rettungspaketen&#8221; und &#8220;Stimulierung der Wirtschaft&#8221; so dringend erforderlich ist. Wer vorab oder zum Vergleich ein wenig im Originaltext lesen möchte, kann dies auf der Site des <a href="http://www.capmag.com/">CapitalismMagazine.com</a> tun. Eine dreiteilige Artikelserie gibt die Vorlesung zum Thema &#8220;Kapitalismus&#8221; wider.  Im ersten Teil äußert sich von Mises über <a href="http://www.capmag.com/article.asp?ID=2709">Capitalism: Mass Production and the Standard of Living</a>. In diesem Aufsatz erinnert von Mises daran, dass die sog. &#8220;Automobil-Könige&#8221;, &#8220;Stahl-Könige&#8221; und &#8220;Schokoladen-Könige&#8221; des Kapitalismus überhaupt nicht herrschen, sondern dienen. Der zweite Artikel trägt den Titel: <a href="http://www.capmag.com/article.asp?ID=2710">Capitalism &#8211; Opposition from the Intellectuals</a>. Mises bezeichnet in diesem Aufsatz die Behauptungen, dass die Frauen und Kinder, bevor sie in den neuen Fabriken der industriellen Revolution arbeiteten, unter zufrieden stellenden Bedingungen gearbeitet hätten, eine der größten Unwahrheiten der Geschichte: &#8220;Und all das Gerede über den sogenannten unbeschreiblichen Schrecken des frühen Kapitalismus kann zurückgewiesen werden durch eine einzige Statistik: Genau in den Jahren, in denen sich der britische Kapitalismus entwickelte, genau in der Zeit, die wir industrielle Revolution nennen, in den Jahren von 1760 bis 1830, genau in den Jahren verdoppelte sich die Bevölkerung, was bedeutet, dass Hunderte oder Tausende von Kindern -die in den vorhergehenden Zeiten gestorben wären- überlebten, und zu Männern und Frauen heranwuchsen.&#8221; <span id="more-139"></span> Teil drei heißt <a href="http://www.capmag.com/article.asp?ID=2711">Capitalism: Capital and Wages</a>. Hier erinnert von Mises daran, dass das deutsche Wirtschaftswunder nach dem 2. Weltkrieg alles andere als ein Wunder war: &#8220;Aber dies war kein Wunder. Es war die Anwendung der Prinzipien der freien Marktwirtschaft, der Methoden des Kapitalismus, wenn sie auch nicht vollständig in jeder Hinsicht angewendet wurden.&#8221; Außerdem ist ein <a href="http://www.capmag.com/article.asp?ID=2708">Einführung</a> durch die von-Mises-Schülerin Bettina Bien Greaves erschienen, dem das CapitalismMagazin.com die Worte voranstellt: &#8220;Der Unterschied zwischen Anarchie und Etatismus ist Kapitalismus.&#8221; Die ideale Wirtschaftspolitik sei sehr einfach, schreibt Bettina Bien Greaves: &#8220;Der Staat sollte das Leben und das Eigentum der Personen, die unter seiner Jurisdiktion leben, vor innerer und äußerer Aggression schützen und verteidigen, aufkommende Streitfälle schlichten, und den Menschen ansonsten die Freiheit geben, ihre unterschiedlichen Ziele im Leben zu verfolgen.&#8221;</p>
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		<title>Herz und Seele des Ökologismus</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Aug 2008 18:47:25 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[  In einem Interview mit PRODOS hat Peter Schwartz, ehemals 1. Vorsitzender des Verwaltungsrates des Ayn Rand Institute und Herausgeber des Buches The New Left: The Anti-Industrial Revolution, der Umweltbewegung vorgeworfen, nicht am Wohlergehen des Menschen interessiert zu sein, sondern daran, die Natur vor den Eingriffen des Menschen zu schützen. Wer allerdings dagegen sei, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.objektivisten.org/wp-content/uploads/2008/08/927943.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-116" title="927943" src="http://www.objektivisten.org/wp-content/uploads/2008/08/927943.jpg" alt="" title="927943" width="90" height="135" align="left" /> </a> In einem Interview mit <a href="http://www.prodos.com/transcript/peterschwartz1.html">PRODOS</a> hat <a href="http://www.aynrand.org/site/PageServer?pagename=media_PeterSchwartz">Peter Schwartz</a>, ehemals 1. Vorsitzender des Verwaltungsrates des <a href="http://www.aynrand.org/site/PageServer?pagename=index">Ayn Rand Institute</a> und Herausgeber des Buches <em>The New Left: The Anti-Industrial Revolution</em>, der Umweltbewegung vorgeworfen, nicht am Wohlergehen des Menschen interessiert zu sein, sondern daran, die Natur vor den Eingriffen des Menschen zu schützen. Wer allerdings dagegen sei, die Natur zu verändern, sei dagegen, dass sich der Mensch von der Ebene des Höhlenmenschen erhebe, denn jeder Schritt, den der Mensch vorwärts gegangen sei, involvierte einen Umbau der Natur. Schwartz sieht die Umweltbewegung in einer langen philosophischen Tradition, die davon ausgeht, dass es falsch sei, sein eigenes Interesse zu verfolgen: &quot;Selbstinteresse ist SCHLECHT, wohingegen Selbstaufopferung GUT ist. Und diese Doktrin kennen die Menschen gewöhnlich unter dem Namen ALTRUISMUS.&quot;<span id="more-112"></span> Die Umweltschützer hätten lediglich das Opfer zugunsten von anderen Menschen ersetzt durch das Opfer für die NATUR: „Sobald der Mensch in das Bild tritt, sobald es menschliche Aktivität gibt, sobald der Mensch die Natur VERÄNDERT, sehen sie dies als inhärent schlecht an.“ Auf die Frage, ob der Ökologismus eine „böse Philosophie“ sei, kommt von Schwartz eine deutliche Bejahung, aber er fügt an, dass viele Anhänger der Umweltbewegung diese Philosophie aufgrund eines irrtümlichen Motivs unterstützen würden, weil sie die tatsächliche Natur dieser Bewegung nicht realisierten. Aber, so Peter Schwartz weiter, dies ändere nichts an der essenziellen Natur der Ideologie. Peter Schwartz erinnert auch daran, dass die Idee des „Zurück zur Natur“ ein prominenter Teil der Nazi-Philosophie war. Den Objektivismus sieht Schwartz als Antithese zum Ökologismus an, weil jener über zwei intellektuelle Elemente verfüge, die dieser vehement ablehne: der Gebrauch des rationalen Verstandes und die Verfolgung des Selbstinteresses. Keine Philosophie außer dem Objektivismus würde diese beiden Prinzipien verfechten. Und die Zukunft des Objektivismus sieht Schwartz durchaus positiv: &quot;Ich möchte sagen, dass es Gründe zum Optimismus gibt, weil die richtigen Ideen jetzt in mehr Köpfen sind als je zuvor. Ich denke, dass der Objektivismus Einfluss gewinnt. Noch nicht in der Mainstream-Kultur, aber an den Rändern. Und ich denke, dass es nur eine Frage der Zeit ist, ob diese Ränder die Chance haben werden, einen gewissen Einfluss innerhalb des Mainstreams zu bekommen.&quot; Wer mehr über den Ökologismus erfahren möchte, greife zu dem oben erwähnten Sammelband und studiere dort den Aufsatz <em>The Anti-Industrial Revolution</em> von Ayn Rand und Peter Schwartz‘ <em>The Philosophy of Privation</em> . Diese beiden Aufsätze enthüllen, dass die Umweltbewegung ihrer Ansichten nicht auf Wissenschaft stützt.</p>
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		<title>Das infame Buch eines Konservativen</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Jun 2008 14:37:31 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Robert Tracinski setzt sich in einem Artikel aus dem Januar diesen Jahres mit einem wirklichen infamen Buch eines Konservativen auseinander: Dinesh D’Souzas The Enemy at Home. D’Souza fordert in diesem Buch dazu auf, den Feind zu Hause zu besiegen, denn nur so sei ein Sieg gegen den radikalen Islam möglich. Und der Feind zu Haus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href='http://www.objektivisten.org/wp-content/uploads/2008/06/robert_tracinski.jpg'><img align="left" src="http://www.objektivisten.org/wp-content/uploads/2008/06/robert_tracinski.jpg" alt="" title="robert_tracinski" width="100" height="142" class="alignnone size-medium wp-image-103" /></a><a href="http://www.realclearpolitics.com/articles/2007/01/the_rights_real_enemy_at_home.html">Robert Tracinski</a> setzt sich in einem Artikel aus dem Januar diesen Jahres mit einem wirklichen infamen Buch eines Konservativen auseinander: Dinesh D’Souzas <a href="http://www.dineshdsouza.com/books/enemy-intro.html">The Enemy at Home</a>. D’Souza fordert in diesem Buch dazu auf, den Feind zu Hause zu besiegen, denn nur so sei ein Sieg gegen den radikalen Islam möglich. Und der Feind zu Haus …dies ist für D’Souza die “amerikanische kulturelle Linke”. Seine Argumentation wirkt wie Echo auf die Vorhaltungen der Linken (und ihrer libertären Gefolgschaft) hinsichtlich der amerikanischen Außenpolitik, die angeblich der Zorn der islamischen Welt zu Recht hervorrufen würde. Wenn Muslime Atheismus und kulturelle Verderbtheit in Amerika wahrnehmen und zornig behaupten, Amerika versuche, ihnen seine Unmoral aufzudrängen und deshalb seien sie zu einem defensiven Jihad gezwungen, so ist dies Wasser auf die Mühlen von Dinesh D’Souza, denn diese moralische Verkommenheit diagnostiziert auch er und er sieht sich und seine konservativen Mitstreiter im gemeinsamen Boot mit dem traditionellen Muslimen (und allen “traditionellen” Menschen auf der Welt) in einem gemeinsamen Abwehrkampf gegen die Unmoral.<span id="more-104"></span><br />
Tracinski nennt dies richtig ein Programm des Appeasements gegenüber dem totalitären Islam, dadurch, dass wir diesem unseren Willen zeigten, uns einer eigenen religiösen Tyrannei zu unterwerfen. Die Reaktion im konservativen Lager auf dieses Buch ist außerordentlich aufschlussreich, denn sie zeigt, wie weit sich die konservative Rechte mit einem Programm einer religiösen Herrschaft anfreunden könnte. Tracinski vermerkt, dass D’Souzas Buch auf dem Blog der Autoren des konservativen <a href="http://www.nationalreview.com/">National Review Online</a> (<a href="http://corner.nationalreview.com/">The Corner</a>) nur sehr frostig aufgenommen wurde. Interessant sei aber nicht nur die negative Reaktion, sondern auch die Natur dieser Reaktion. Mario Loyola etwa schreibt explizit, dass “Gerechtigkeit” nichts mit Religion zu tun haben sollte, sondern stattdessen aus der Vernunft kommen sollte. Loyola wörtlich: “Die islamische Zivilisation befindet sich nicht nur vor der Aufklärung, sondern auf viele Weise sogar vor der Renaissance.” Es ist allerdings nicht ausreichend, wenn diese Konservativen ein Buch wie das von D’souza kritisieren (interessant wäre es auch zu erfahren, wie das Buch außerhalb des <em>National Review</em> aufgenommen wurde), aber weiterhin gemeinsame Sache mit der religiösen Rechten machen, deren Argumente ein Autor wie Dinesh D’Souza nur zu ihrem logischen Ende getrieben hat. Möglicherweise hat ein derartiges Buch auch den von seinem Autor sicherlich nicht beabsichtigten Effekt, manchem Konservativen die Augen zu öffnen für die Widersprüchlichkeit seiner eigenen ideologischen Position. Die eine Seite, dass sind die “Höhen der Aufklärung”, die andere Seite ist ein religiöser Traditionalismus, der den Werten der Aufklärung entgegensteht.</p>
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		<title>Wie Kant Raum für den Glauben schaffte</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Mar 2008 15:34:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>objektivisten</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Grundlagentexte]]></category>
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		<description><![CDATA[  In der Ausgabe Oktober 1975 der Zeitschrift The Ayn Rand Letter beschäftigt sich Ayn Rand in dem Aufsatz From The Horse&#8217;s Mouth (auch enthalten in dem Sammelband Philosophy: Who Needs It?)  mit dem Buch Immanuel Kant: Sein Leben und seine Lehre (englisch: &#34;Immanuel Kant: His Life and Doctrin&#34;) des deutschen Philosophen Friedrich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="paulsen_friedrich2.jpg" href="http://www.objektivisten.org/blog/wp-content/uploads/2008/03/paulsen_friedrich2.jpg" title="paulsen_friedrich2.jpg"><img src="http://objektivisten.files.wordpress.com/2008/03/paulsen_friedrich2.thumbnail.jpg" alt="paulsen_friedrich2.jpg" align="left" /> </a> In der Ausgabe Oktober 1975 der Zeitschrift <a href="http://www.noblesoul.com/orc/mags/rand_letter_2.html">The Ayn Rand Letter</a> beschäftigt sich Ayn Rand in dem Aufsatz <em>From The Horse&#8217;s Mouth</em> (auch enthalten in dem Sammelband <a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/0451138937/objektivvernu-21">Philosophy: Who Needs It?) </a> mit dem Buch <em>Immanuel Kant: Sein Leben und seine Lehre</em> (englisch: &quot;Immanuel Kant: His Life and Doctrin&quot;) des deutschen Philosophen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Paulsen">Friedrich Paulsen</a> (1846 &#8211; 1908). Paulsen ist ein überzeugter (wenn auch kein unbedingter) Anhänger Kants und seine Darstellung der Philosophie Kants ist so empörend für Rand, weil sie sein Buch als ein Symptom ansieht für die Zustand der Welt des 19. Jahrhundert (das Buch erschien 1898), eine Welt, die existenziell die beste war in der Geschichte des Westens, philosophisch aber die schlechteste: &quot;Paulsen demonstriert nur, wie vollständig diese Bösartigkeit sich verbreitet hatte in der westlichen Kultur am Anbeginn des 20. Jahrhunderts.&quot; <span id="more-58"></span>  Und die Ursache dieser Bösartigkeit liegt im Wirken des Philosophen aus Königsberg. Der &quot;ehrliche Kommentator&quot; Paulsen, so Rand, versuche gar nicht, Kants Philosophie zu verschleiern: &quot;Es gibt drei Verhaltensweisen des Geistes zur Wirklichkeit, die Anspruch auf Wahrheit machen: Religion, Philosophie und Wissenschaft. (&#8230;) Im Allgemeinen nimmt die Philosophie eine Mittelstellung zwischen Wissenschaft und Religion ein. (&#8230;) Als ihre eigentümliche Aufgabe stellt sich der geschichtlichen Betrachtung eben darum die Vermittlung zwischen Wissenschaft und Religion dar; sie strebt das Wissen und den Glauben zur Einheit zu führen und dadurch die Einheit des geistigen Lebens herzustellen. Sie leistet das dem Einzelnen und der Gesamtheit; wie sie dort zwischen Kopf und Herz vermittelt, so hindert sie hier, dass Wissenschaft und Religion einander völlig fremd und gleichgültig werden, dass das geistige Leben des Volks auseinander fällt in glaubensscheue Wissenschaft und wissensscheuen Glauben oder Aberglauben.&quot; (zitiert nach dem deutschen Original, Stuttgart 1924, 7. Auflage) Die Konflikt zwischen Wissen und Glauben, erklärt Paulsen, habe &quot;sich durch die ganze Geschichte der menschlichen Denkens&quot; (S. 4) gezogen und Kants große Leistung bestehe daraus, dass er sie versöhnt habe: &quot;So löst die kritische Philosophie das alte Problem des Verhältnisses von Wissen und Glauben auf. Kant ist überzeugt, dass es ihm gelungen ist, durch richtige Grenzscheidung der Gebiete den Grund zu einem ehrlichen und dauernden Frieden zwischen ihnen gelegt zu haben. In der Tat wird hierauf in erster Linie die Bedeutung und Lebenskraft seiner Philosophie beruhen. Im einzelnen mag uns manches an ihr unanehmbar sein, das ist ihr bleibendes Verdienst, dass die Grenzlinie zwischen dem Wissen und Glauben in großen Zügen zum erstenmal mit sicherer Hand gezogen hat: sie gibt dem Wissen, was ihm gehört, die ganz Welt der Erscheinung zu freiester Untersuchung; sie gibt andererseits dem Glauben, was sein ewiges Recht ist: die Deutung des Lebens und der Welt aus dem Gesichtspunkt der Werte.&quot; (S. 6) Diese Aufteilung, lautet Rands Interpretation, erlaubt der Vernunft, die materielle Welt zu erobern, aber eliminiert sie von der Auswahl der Ziele, für die die materiellen Errungenschaften eingesetzt werden sollen: &quot;In Kants System hat die Moralität nichts zu tun mit dieser Welt, auch nichts mit der Vernunft oder der Wissenschaft, sondern kommt -durch die Gefühle- aus einer anderen, unerkennbaren, &#8216;noumenalen&#8217; Dimension.&quot; Rand beschreibt anhand eines Beispiels die praktischen Folgen einer Begrenzung der Wissenschaft auf die materielle Welt und des Glaubens auf den Bereich der Moralität und macht die überlebenswichtige Bedeutung der Philosophie dadurch deutlich: &quot;Was wäre, wenn einer von jenen Männern politische Macht bekommen würde, und müßte über die Frage entscheiden, ob er einen Atomkrieg auslösen möchte. Als ein Kantianer müßte er diese Entscheidung nicht aufgrund von Vernunft, Wissen und Fakten treffen, sondern aufgrund des Drängens des Glaubens, d.h. von Gefühlen, d. h. von Launen.&quot;</p>
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		<title>Ayn Rand antwortet</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Feb 2008 13:15:47 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Bücher]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem Ayn Rand ihr Hauptwerk Atlas Shrugged abgeschlossen hatte, widmete sie sich der Sachliteratur, und in einem geringeren Umfang auch einer Vortragstätigkeit, um ihre Philosophie bekannter zu machen. Häufig wurden nach diesen Vorträgen auch Fragen von Zuhörern zugelassen. Robert Mayhew hat durch sein gerade erschienenes Buch Ayn Rand Answers: The Best of Her Q &#38; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.objektivisten.org/blog/wp-content/uploads/2008/02/ar84b_2201.jpg" title="ar84b_220.jpg"><img align="left" src="http://objektivisten.files.wordpress.com/2008/02/ar84b_220.thumbnail.jpg" alt="ar84b_220.jpg" /></a>Nachdem Ayn Rand ihr Hauptwerk <em>Atlas Shrugged</em> abgeschlossen hatte, widmete sie sich der Sachliteratur, und in einem geringeren Umfang auch einer Vortragstätigkeit, um ihre Philosophie bekannter zu machen. Häufig wurden nach diesen Vorträgen auch Fragen von Zuhörern zugelassen. Robert Mayhew hat durch sein gerade erschienenes Buch <a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/0451216652/objektivvernu-21">Ayn Rand Answers: The Best of Her Q &amp; A</a> Ayn Rands Antworten auf diese Fragen erstmalig auch in gedruckter Form dem interessierten Leser zugänglich gemacht. Sein Buch umfaßt ein breites Spektrum an Fragen und Antworten aus den Bereichen Politik und Ökonomie, Ethik, Metaphysik und Epistemologie, sowie Ästhetik und Kunst. Allerdings weist der Autor ausdrücklich daraufhin, dass Rands Antworten von ihm redigiert wurden und somit nicht als Teil des Objektivismus angesehen werden. <span id="more-52"></span> Der Ökonom George Reisman, der auch zum engeren Kreis um Ayn Rand gehörte, hat diese Veröffentlichtung auf seinem <a href="http://georgereisman.com/blog/2006/03/ayn-rand-answers-best-of-her-qa-edited.html#links">Blog</a> kritisiert. Reisman kritisiert den Herausgeber für die Überarbeitung der mündlichen Äußerungen von Rand, die nicht kenntlich gemacht worden seien, wodurch der Leser nicht wisse, was Ayn Rand wirklich gesagt habe. Zu Reismans Kritik gibt es einige treffenden Anmerkungen von <a href="http://ruleofreason.blogspot.com/2006/03/why-is-george-reisman-making-mountain.htm">Nicolas Provenzo</a> auf seinem Blog Rule of Reason. Der Herausgeber von <em>Ayn Rand Answers</em> hat in der Tat explizit auf seine Überarbeitungen hingewiesen und ebenso deutlich erklärt, dass diese Texte nicht Teil des Objektivismus sind. Ayn Rand selbst hätte eine unedititierte Veröffentlichung ihrer Texte nicht gewollt, wie sie selbst geäußert hat. Einen erfahrenen Wissenschaftler wie Mayhew mit dieser Arbeit zu betrauen, ist nicht kritikwürdig, wenn die beste Person, nämlich Rand selbst, für diese Aufgabe nicht mehr zu Verfügung steht. Allenfalls hätte man sich Anmerkungen gewünscht, die deutlich machen, wo mehr als oberflächlich-rhetorische Änderungen durchgeführt wurden. Davon abgesehen, ist diese schmale Büchlein eine wahre Fundgrube, für jeden der mehr über Ayn Rand und den Objektivismus erfahren möchte, und es sollte deshalb in keinem gut sortierten Bücherschrank fehlen.</p>
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		<title>Illusion Volksstaat</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2007 07:34:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>objektivisten</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Historiker Götz Aly soll ein &#8220;bahnbrechendes&#8221; Buch geschrieben haben. So meint es jedenfalls Christian von Ditfurth in der Tageszeitung DIE WELT. Der Titel des Buches ist &#8220;Hitlers Volksstaat&#8221; und dieser Begriff bezieht sich Hitlers Diktatur, was allerdings nicht apologetisch gemeint ist, sondern im Hinblick auf die Nutznießer dieses &#8220;Volksstaates&#8221; durchaus einen moralischen Vorwurf impliziert. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Der Historiker Götz Aly soll ein &#8220;bahnbrechendes&#8221; Buch geschrieben haben. So meint es jedenfalls <a href="http://www.welt.de/data/2005/03/12/609222.html"><strong><font color="#999988">Christian von Ditfurth</font></strong></a> in der Tageszeitung DIE WELT. Der Titel des Buches ist &#8220;Hitlers Volksstaat&#8221; und dieser Begriff bezieht sich Hitlers Diktatur, was allerdings nicht apologetisch gemeint ist, sondern im Hinblick auf die Nutznießer dieses &#8220;Volksstaates&#8221; durchaus einen moralischen Vorwurf impliziert. <span id="more-16"></span> Alys zentrale These ist, dass die nationalsozialistische Diktatur eine Gefälligkeitsdiktatur gewesen sei, von deren Raubzügen vor allem die &#8220;kleine Leute&#8221; profitierten: &#8220;Wer von den vielen Vorteilen für Millionen einfacher Deutscher nicht reden will, der sollte vom Nationalsozialismus und vom Holocaust schweigen.&#8221; Die erste Hälfte der These von Aly -die Diktatur war ein Volksstaat- erinnert an populäre Mythen, wie sie nicht nur die NS-Zeit umgeben, sondern alle Diktaturen. Im heutigen Russland gibt es noch jede Menge Leute, die glauben, Stalin sei ein großer Mann gewesen, da damals das Brot nur ein paar Kopeken gekostet habe. Diese Apologeten abstrahieren natürlich von den Verbrechen oder versuchen sie durch die Behauptung zu rechtfertigen, dass &#8220;Ordnung&#8221; geschaffen werden mußte, aber sie sind der festen Überzeugung, dass diese Diktaturen für die Masse der Bevölkerung materiell nutzbringend waren. Aly bestätigt diese Behauptung: Die Diktatur nutzte den &#8220;kleinen Leuten&#8221;, aber er fügt an, dass diese Nutznießer von kolossalen Verbrechen waren. Nun sind die von Aly beschriebenen Raubzüge der Nationalsozialisten sicherlich als historische Fakten anzusehen, aber es stellt sich natürlich die Frage, ob die Essenz des Nationalsozialismus tatsächlich daraus bestand, Menschen reich werden zu lassen und ob die breite Masse der Anhänger dies tatsächlich erwartete und ob sie davon wirklich ihre Unterstützung abhängig machten. Kann der Autor wirklich vermitteln, dass Hitler seine Wahlkämpfe unter der expliziten oder zumindest impliziten Parole führte &#8220;Ich bringe Wohlstand für alle, nur meine Methoden werden etwas unkonventionell sein.&#8221;? Äußerungen von Hitler lassen allerdings den Schluss zu, dass dieser keinesweg primär beabsichtigte, Wohlstand für das Volk zu generieren. Immer wieder polemisierte Hitler gegen den &#8220;Götzen Mammon&#8221; oder den &#8220;Gott Geld&#8221;. In seiner Schrift <em>Mein Kampf</em> wendet sich Hitler ausdrücklich gegen die bürgerlich-liberale Vorstellung, &#8220;die vom Staat vor allem die günstige Gestaltung des wirtschaftlichen Lebens des einzelnen erwartet, die mithin von praktischen Gesichtspunkten aus und nach allgemeinen wirtschaftlichen Rentabilitätsanschauungen urteilt.&#8221; Hitler sah sogar die &#8220;wirtschaftliche Blüte&#8221; eines Landes eher als Zeichen von Dekadenz an, die &#8220;nur in den allerseltensten Fällen&#8221; mit der &#8220;inneren Stärke eines Staates&#8221; zusammenfällt. Woraus der &#8220;Vorrang der Politik&#8221;, woraus Hitlers &#8220;Idealismus&#8221; bestehen sollte, soll Hitler im Frühjahr 1930 in Anlehnung an Passagen aus Mein Kampf gegenüber Otto Wagener geäußert haben: &#8220;Im kommenden Sozialismus (&#8230;) geht es um die Gesamtheit, um die Gemeinschaft, das Volk. Und der einzelne und sein Leben spielen nur eine untergeordnete Rolle. Er kann geopfert werden, er selbst ist bereit, sich zu opfern, wenn die Allgemeinheit es erfordert, wenn es das Gemeinwohl es verlangt.&#8221; Hitlers Sozialismus war somit nicht nur auf den Bereich der Ökonomie beschränkt, sondern sollte das gesamte Leben umfassen und die Prinzipien des Kollektivismus und Etatismus verwirklichen. Gemäß dieser Definition, schreibt Leonard Peikoff in seinem Buch Ominous Parallels, taten die Nazis, was sie predigten: &#8220;Niemand kann behaupten, dass sie nicht genügend Individuen opferten.&#8221; Im Gegensatz zu Götz Aly, der die Auffassung vertritt, dass 95 % der Bevölkerung von den Nazis profitierten, sieht Peikoff im Nazismus ein umfassendes Ausbeutungssystem, das die gesamte Bevölkerung umfaßte: &#8220;Während der Hitler-Jahre -zur Finanzierung des Parteiprogrammes, einschließlich der Kriegsabenteuer- wurde jede soziale Gruppe mitleidlos ausgebeutet und ausgelaugt.&#8221; Nicht dass sie von der Politik der Nazis angeblich profitierten, kann der Masse der Deutschen vorgeworfen werden, sondern dass in ihre Ausbeutung einwilligten.</p>
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