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	<title>Der Aufstand der Vernunft &#187; Ayn Rand</title>
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	<description>Ayn Rands Objektivismus</description>
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		<title>Die Ideen von Ayn Rand</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Aug 2010 07:36:51 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Neil deRosa bespricht auf theAtlasphere.com das Buch The Ideas of Ayn Rand von Ron Merrill. Dem Buch mangele es zwar an großer Tiefe, es sei aber ein kompetenter Überblick über Rands Ideen, wie sie sie in ihren Romanen und in ihrer Sachliterateratur zum Ausdruck gebracht habe. DeRosa fügt dann noch an, dass das Buch nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.objektivisten.org/wp-content/uploads/2010/08/the_ideas_of_ayn_rand.jpg"><img src="http://www.objektivisten.org/wp-content/uploads/2010/08/the_ideas_of_ayn_rand-123x150.jpg" alt="" title="the_ideas_of_ayn_rand" width="123" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-349" /></a><a href="http://www.theatlasphere.com/columns/050916-derosa-merrill.php">Neil deRosa</a> bespricht auf theAtlasphere.com das Buch <a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/081269158X/objektivvernu-21">The Ideas of Ayn Rand</a> von Ron Merrill. Dem Buch mangele es zwar an großer Tiefe, es sei aber ein kompetenter Überblick über Rands Ideen, wie sie sie in ihren Romanen und in ihrer Sachliterateratur zum Ausdruck gebracht habe. DeRosa fügt dann noch an, dass das Buch nicht &#8220;sklavisch orthodox&#8221; sei, womit er wohl zum Ausdruck bringen möchte, dass der Autor kein Objektivist ist, aber Rand und dem Objektivismus doch eine gewisse Sympathie entgegenbringt. In Merrills Buch, das 1991 erschienen ist, wird die -umstrittene- Idee ausgefüht, dass Rand nachhaltig von dem Philosophen und Schriftsteller Friedrich Nietzsche beeinflusst worden sei. &#8220;Diese Theorie widerspricht der &#8216;orthodoxen&#8217; Ansicht, dass sie nur kurz mit seinen Ideen geflirtet habe.&#8221; Merrill sieht erst Rands Hauptwerk <em>Atlas Shrugged</em> als frei von nietzscheanischen Gedanken an.<span id="more-348"></span> Nach Merrill habe es für Rand mehrere Jahre gedauert bis sie den Unterschied herausgearbeitet habe zwischen Nietzsches &#8220;Übermensch&#8221; und ihrem &#8220;Man of Ability&#8221;: &#8220;Der &#8216;Übermensch&#8217; konnte andere ungehindert zugunsten seines Selbst opfern, der randianische Held konnte dies nicht. Der fähige Mensch braucht andere auf eine fundamentale Weise überhaupt nicht, und die Vernunft ersetzte die Macht als den höchsten Wert. Dies war in der Tat eine revolutionäre Idee.&#8221; In <em>The Fountainhead</em> repräsentieren Howard Roark und Gail Wynand diese beiden klassischen Archetypen. &#8220;Der Ausgangspunkt für ihre politische Reise&#8221;, schreibt Merrill, &#8220;war ihr glühender Anti-Kommunismus, geboren aus persönlicher Erfahrung.&#8221; Bedauerlicherweise waren die dominanten Ideologien unter den Intellektuellen zu der Zeit als Ayn Rand nach Amerika kam, Sozialismus, Kommunismus und Faschismus. Vor diesem Hintergrund schrieb sie ihre Romane und schuf ihre revolutionäre proamerikanische, prokapitalistische, individualistische Philosophie. DeRosa weist richtigerweise daraufhin, dass Rand die politische Ideologie des Libertarianismus ablehnte: &#8220;Ihre Opposition konzentrierte sich hauptsächlich auf die libertäre Tendenz in Richtung Anarcho-Kapitalismus und die Idee von konkurrierenden Regierungen, welche sie beide als irrational ansah.&#8221; DeRosa sieht Rand als eine Vertreterin der klassisch-liberalen Tradition.</p>
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		<title>Ayn Rands Randbemerkungen</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 10:28:20 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ayn Rand machte ausgiebige Randbemerkungen in den Büchern und Zeitschriften, die sie las, und Robert Mayhew (Ayn Rand’s Marginalia) verdanken wir es, dass diese Kommentare heute in Buchform einer breiten Öffentlichkeit zugänglich sind. Auch wenn man nicht vergessen sollte, dass Rand diese Bemerkungen nicht für eine Veröffentlichung vorgesehen hatte, und sie somit nicht unbedingt als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.objektivisten.org/wp-content/uploads/2010/02/ar22b_2202.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-153" title="ar22b_220" src="http://www.objektivisten.org/wp-content/uploads/2010/02/ar22b_2202.jpg" alt="" width="146" height="220" /></a>Ayn Rand machte ausgiebige Randbemerkungen in den Büchern und Zeitschriften, die sie las, und Robert Mayhew (<em>Ayn Rand’s Marginalia</em>) verdanken wir es, dass diese Kommentare heute in Buchform einer breiten Öffentlichkeit zugänglich sind. Auch wenn man nicht vergessen sollte, dass Rand diese Bemerkungen nicht für eine Veröffentlichung vorgesehen hatte, und sie somit nicht unbedingt als abschließendes Urteil über einen Autor angesehen werden sollten, sind sie doch so aufschlussreich, dass eine Lektüre sich durchaus lohnt. In den meisten Fällen sind die Bemerkungen negativer Natur, was sich daraus ergibt, dass Zustimmung natürlich ausgedrückt werden kann, wie es Rand zum Beispiel in Bezug auf Barry Goldwaters <em>The Conscience of a Conservative</em> (deutsch: &#8220;Das Gewissen eines Konservativen&#8221;) tat, aber es bedarf nicht vieler Worte, weil das Argument in den Worten des Autors schon dargelegt wurde. Anders verhält es sich bei Autoren, mit denen man nicht übereinstimmt, denn der Dissens bedarf der Erklärung. Sehr deutlich fällt die Ablehnung von Friedrich A. Hayeks Buch <em>The Road to Serfdom</em> (deutsch: &#8220;Der Weg zur Knechtschaft&#8221;) durch Rand aus, und aus den Vorbemerkungen von Robert Mayhew wird deutlich, dass Hayek von Rand nicht als ideologischer Verbündeter angesehen wurde – im Gegenteil. In einem Brief an Rose Wilder Lane vom 21. August 1946 bemerkt Rand: „Jene, die mit uns in gewisser Hinsicht übereinstimmen, gleichzeitig jedoch auch gegensätzliche Ideen predigen, sind definitiv schädlicher als hundertprozentige Feinde. Als ein Beispiel für einen unserer bösartigsten Feinde würde ich Hayek nennen.“ Bei ihren Randbemerkungen macht Rand aus ihrem Herzen keine Mördergrube und artikuliert heftige Ablehnung durch solche Ausdrücke wie „the damn fool“, „the total, complete, vicious bastard“, „the damn idiot“ und sogar „the ass“. Inwieweit sie Hayek für einen Kollektivisten hält, bleibt offen, aber dass sie Hayek vom kollektivistischen Denken für infiziert hält, wird deutlich: „Der Narr ist so voll mit all den Platitüden des Kollektivismus, dass es erschreckend ist.“</p>
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		<title>Ayn Rands Interview mit dem &#8220;Playboy&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Apr 2009 14:48:39 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ayn Rands Interview mit der Zeitschrift Playboy aus dem März 1964 stellt immer noch eine der besten Zusammenfassungen der Philosophie des Objektivismus bis zum heutigen Tag dar. Der Playboy erschien seinerzeit in einer Auflage von 2,5 Millionen Exemplaren und konnte damit Rands Thesen einem breiten Publikum zugänglich machen. Einer von denen, der durch dieses Interview [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href='http://www.objektivisten.org/wp-content/uploads/2009/04/adultjpg.jpg'><img class="left" src="http://www.objektivisten.org/wp-content/uploads/2009/04/adultjpg-226x300.jpg" alt="" title="adultjpg" width="226" height="300" class="alignnone size-medium wp-image-131" /></a>Ayn Rands Interview mit der Zeitschrift <a href="http://www.playboy.com/articles/ayn-rand-playboy-interview/index.html">Playboy</a> aus dem März 1964 stellt immer noch eine der besten Zusammenfassungen der Philosophie des Objektivismus bis zum heutigen Tag dar. Der <em>Playboy</em> erschien seinerzeit in einer Auflage von 2,5 Millionen Exemplaren und konnte damit Rands Thesen einem breiten Publikum zugänglich machen. Einer von denen, der durch dieses Interview Ayn Rand entdeckte, war der damals 16jährige Don Hauptmann: &#8220;Wie so viele Objektivisten sagen, mein Leben wurde verändert.&#8221; Fast vierzig Jahre später war es dieser <a href="http://www.objectivistcenter.org/showcontent.aspx?ct=836&#038;h=53">Don Hauptmann</a>, der bei Christie&#8217;s die Dokumente um dieses Interview anläßlich der Feiern zum 50jährigen Bestehen der Zeitschrift ersteigern konnte. Auf den Originalabschriften des Interviews finden sich zahlreiche handgeschriebene Anmerkungen von Rand, der insgesamt mindestens drei Versionen des Interviews vorgelegt wurden. Rand änderte nicht nur ihre Antworten, sondern zum Teil auch die Fragen ihres Gesprächspartners Alvin Toffler. So gefiel ihr die mehrfach von Toffler verwendete Ausdrucksweise &#8220;Do you feel &#8230;?&#8221; nicht, da ihr bekanntermaßen eine emotionale Terminologie zur Beschreibung kognitiver Aktivitäten mißfiel. Rand konnte sich allen Änderungwünschen gegenüber der Redaktion durchsetzen und war ausgesprochen zufrieden mit dem schließlich veröffentlichtem Endresultat. Don Hauptmann veröffentlicht in einem Aufsatz erstmalig Teile der nicht veröffentlichten Passagen des Interview.<br />
Er weist aber darauf hin, dass die gestrichenen Passagen keine Geheimnisse über Rand enthüllen, es gebe keine Bekenntnisse zu Kant oder Kandinsky. Rands Antworten würden aber Ansichten zu Themen zeigen, die sie sonst nirgendwo angesprochen hat.<span id="more-132"></span><br />
Zu Beginn des Interviews spricht der Interviewer das Thema einer Antipathie gegenüber Ideologien an sich an, weil sie Intoleranz und Fanatismus ermutigen könnten. Rand kontert mit dem alles entscheidenden Hinweis auf die Art der Philosophie, auf die es ankomme: &#8220;Es ist Irrationalität, die zu Fanatismus führt und Inkonsistenz, die zu Destruktion führt. Der Mensch kann der Tatsache nicht entgehen, dass er eine Philosophie braucht. Die einzige Frage ist: Welche Art von Philosophie? Wenn ein Mensch konsistent an Produktion glaubt und ein anderer Mensch glaubt konsistent an Raub, dann wird die Natur dieser Konsistenz und werden ihre Konsequenzen nicht die gleichen sein. Die Gräueltaten, die Sie erwähnten, werden von Philosophie verursacht &#8211; von der falschen Art von Philosophie. Sie werden verursacht durch den Einfluss von dem, was ich die platonistische Denkschule nenne.&#8221; </p>
<p>Toffler provoziert Rand dann mit der Frage, warum eine Mutter ihr Kind lieben solle, das doch noch viel zu jung sei, um diese Liebe verdient zu haben und Rand habe doch in <em>Atlas Shrugged</em> behauptet, dass niemand Unverdientes fordern oder gewähren sollte. Die nachfolgende Antwort wird von Rand allerdings gestrichen, weil sie bemerkt haben könnte, dass ihre Antwort nicht vollständig gewesen ist: &#8220;Sie meinen dies nicht wirklich als ernsthafte Frage? Zunächst einmal: Wenn eine Mutter ein verantwortliches, rationales Wesen ist, hat sie kein Kind aus Versehen, sondern durch ihre Entscheidung. Ein Kind hat einen Wert für sie, einfach deshalb, weil es ein menschliches Wesen ist, dass -wenigstens physisch- durch sie geschaffen wurde. Die Eltern des Kindes schulden ihm Unterstützung bis zur Volljährigkeit mit 21, also bis zu dem Zeitpunkt, wo es sich selbst helfen kann. Dies ist eine gewählte Verpflichtung, die rationale Eltern akzeptieren, wenn sie die Entscheidung treffen, ein Kind zu haben. Sie müssen die Konsequenzen ihrer eigenen Entscheidung akzeptieren. Aber müssen sie das Kind lieben? Nein, nicht notwendigerweise. Dies hängt von der Bewertung seines Charakters ab im Verlauf des Erwachsenwerdens. Es muss ihre Liebe verdienen &#8211; wie sie seine verdienen müssen.&#8221; </p>
<p>In der Diskussion über Sex und Hedonismus fragt Toffler nach der Immoralität von Spielen oder Trinken, worauf Rand so antwortet: &#8220;Zunächst einmal gehören Spielen und Trinken nicht in die gleiche Kategorie wie Sex. Trinken an sich ist nicht unmoralisch, es sei denn eine Person ist ein Säufer. Sich nur einen Drink zu genehmigen, ist kaum eine moralische Frage. Es wird nur dann unmoralisch, wenn ein Mensch sich bis zu dem Punkt trinkt, wo er seinen Verstand erstickt und hemmt. Was das Spielen angeht, ich würde nicht sagen, dass eine Person die gelegentlich spielt, unmoralisch ist. Aber wenn das Spielen mehr wird als ein zwangloses Spiel, dann ist es unmoralisch aufgrund der motivierenden Prämisse für das Spielen. Die Leidenschaft für das Spielen ergibt sich aus der Überzeugung eines Menschen, dass er keine Kontrolle über sein Leben hat, dass er kontrolliert wird vom Schicksal, und deshalb möchte er sich vergewissern, dass das Schicksal oder das Glück auf seiner Seite sind.&#8221; </p>
<p>Rand streicht auch den ursprünglichen Hinweis, dass sie antikommunistisch sei und ersetzt ihn durch die Bemerkung, dass sie ihre Position niemals in negativen Begriffen beschreibe.<br />
Auch eine der Bildunterschriften gefällt ihr nicht und sie wählt folgendes Zitat aus ihrem Interview: &#8220;Der Kollektivismus als intellektuelle Kraft und moralische Idee ist tot. Aber Freiheit und Individualismus, und ihr politischer Ausdruck, Kapitalismus, sind noch nicht entdeckt worden.&#8221; Auch vierzig Jahre nach dem diese Worte gesprochen wurden, noch unverändert aktuell. </p>
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		<title>Feuerwaffen und das Recht auf Selbstverteidigung</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Oct 2008 16:11:58 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Diana Hsieh (Foto) bemerkt auf ihrem Blog, dass &#8220;viele Objektivisten&#8221; beim Thema Waffenrechte &#8220;lauwarm&#8221; wären. Sie selbst hat einen Waffenschein zum Tragen einer verborgenen Schusswaffe, darf allerdings auf dem Universitätsgelände, wo sie derzeit ein Graduiertenstudium absolviert, keine Waffe tragen. Dieses universitäre Verbot hat sie kürzlich in einem Leserbrief an die Zeitung The Gazette kritisiert. Ob [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href='http://www.objektivisten.org/wp-content/uploads/2008/10/diana.jpg'><img class="left" src="http://www.objektivisten.org/wp-content/uploads/2008/10/diana.jpg" alt="" title="diana" width="90" height="90" class="alignnone size-medium wp-image-119" /></a><a href="http://www.dianahsieh.com/blog/2008/04/self-defense-on-campus.html">Diana Hsieh</a> (Foto) bemerkt auf ihrem Blog, dass &#8220;viele Objektivisten&#8221; beim Thema Waffenrechte &#8220;lauwarm&#8221; wären. Sie selbst hat einen Waffenschein zum Tragen einer verborgenen Schusswaffe, darf allerdings auf dem Universitätsgelände, wo sie derzeit ein Graduiertenstudium absolviert, keine Waffe tragen. Dieses universitäre Verbot hat sie kürzlich in einem <a href="http://www.gazette.com/opinion/letters_35313___article.html/wednesday_.html">Leserbrief</a> an die Zeitung <em>The Gazette</em> kritisiert. Ob die &#8220;lauwarme&#8221; Haltung vieler Objektivisten, von der Diana spricht, auch damit zu tun hat, dass Ayn Rand selbst zum Thema Waffenrechte (Übersicht <a href="http://www.noblesoul.com/rl/essays/guns.html">hier</a>) keine eindeutige Position einnahm (jedenfalls nicht in ihren Veröffentlichungen), kam man nur spekulieren.<span id="more-120"></span> Auf jeden Fall hat das <a href="http://www.aynrand.org/site/PageServer?pagename=index">Ayn Rand Institute </a>mit einer Veröffentlichung von <a href="http://www.aynrand.org/site/News2?page=NewsArticle&#038;id=17147&#038;news_iv_ctrl=1021">Thomas A. Bowden</a> unter der Überschrift &#8220;Defining the Right of Self-Defense by Gun&#8221; sich deutlich für Waffenrechte positioniert. Bowden betont, dass es ein legales Recht auf den Besitz von Handfeuerwaffen  zur Selbstverteidigung gibt. Dieses Recht leitet sich ab aus dem Recht auf Leben, wie es die amerikanische Unabhängigkeitserklärung anerkennt. Nun ist allerdings so, dass zur Abwehr von Angriffen auf die Rechte der Bürger Regierungen eingesetzt werden. Die Bürger delegieren das Recht, sich selbst zu verteidigen, an die Polizei. Aber die Bürger verlieren dadurch ihr Recht auf Selbstverteidigung nicht und können in eng umgrenzten Fällen darauf zurückgreifen: „Aber delegieren bedeutet nicht aufgeben. Jeder Bürger behält das ultimative Recht, sich selbst in Notfällen zu verteidigen, wenn seine ernannten Agenten, die Polizei, als Hilfe nicht zur Verfügung stehen.“  Bowden sieht Notfälle als dann gegeben an, wenn die unmittelbare Gefahr besteht, dass es zu einer körperlichen Verletzung kommt: „Das Opfer muss die Polizei rufen, wenn möglich. Ein Notfall endet dann, wenn die Bedrohung endet oder so bald die Polizei eintrifft und die Verantwortung übernimmt. Während dieses engen Notfallintervalls kann ein Opfer sich selbst verteidigen, aber nur mit dem geringsten Grad an Gewalt, das unter den Umständen notwendig ist, um den Angreifer abzuwehren.“  An dieser Stelle wäre es sicherlich interessant zu wissen, wie Bowden den Einsatz bzw. die Androhung von Gewalt bewertet, die ausschließlich der Verteidigung von Eigentum dient, etwa von ein Dieb sich bereits auf der Flucht befindet.<br />
 Das Recht, Waffen zu besitzen und zu tragen impliziert allerdings nicht, dass Bürger Waffen gemäß ihrer „willkürlichen Präferenzen“ anhäufen können: „Kanonen, Panzer und Nuklearwaffen dienen keinem legitimem Zweck in einem privaten Notfall, und allein ihre Existenz stellt eine Bedrohung für friedliche Nachbarn dar.“ Obwohl es Bowden an dieser Stelle nicht explizit ausspricht, muss davon ausgegangen werden, dass er den Besitz von derartigen Waffen nicht legalisieren möchte, eben weil sie sinnvollerweise für die Selbstverteidigung von individuellen Bürgern nicht geeignet sind.</p>
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		<title>Ayn Rand antwortet</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Feb 2008 13:15:47 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Nachdem Ayn Rand ihr Hauptwerk Atlas Shrugged abgeschlossen hatte, widmete sie sich der Sachliteratur, und in einem geringeren Umfang auch einer Vortragstätigkeit, um ihre Philosophie bekannter zu machen. Häufig wurden nach diesen Vorträgen auch Fragen von Zuhörern zugelassen. Robert Mayhew hat durch sein gerade erschienenes Buch Ayn Rand Answers: The Best of Her Q &#38; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.objektivisten.org/blog/wp-content/uploads/2008/02/ar84b_2201.jpg" title="ar84b_220.jpg"><img align="left" src="http://objektivisten.files.wordpress.com/2008/02/ar84b_220.thumbnail.jpg" alt="ar84b_220.jpg" /></a>Nachdem Ayn Rand ihr Hauptwerk <em>Atlas Shrugged</em> abgeschlossen hatte, widmete sie sich der Sachliteratur, und in einem geringeren Umfang auch einer Vortragstätigkeit, um ihre Philosophie bekannter zu machen. Häufig wurden nach diesen Vorträgen auch Fragen von Zuhörern zugelassen. Robert Mayhew hat durch sein gerade erschienenes Buch <a href="http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/0451216652/objektivvernu-21">Ayn Rand Answers: The Best of Her Q &amp; A</a> Ayn Rands Antworten auf diese Fragen erstmalig auch in gedruckter Form dem interessierten Leser zugänglich gemacht. Sein Buch umfaßt ein breites Spektrum an Fragen und Antworten aus den Bereichen Politik und Ökonomie, Ethik, Metaphysik und Epistemologie, sowie Ästhetik und Kunst. Allerdings weist der Autor ausdrücklich daraufhin, dass Rands Antworten von ihm redigiert wurden und somit nicht als Teil des Objektivismus angesehen werden. <span id="more-52"></span> Der Ökonom George Reisman, der auch zum engeren Kreis um Ayn Rand gehörte, hat diese Veröffentlichtung auf seinem <a href="http://georgereisman.com/blog/2006/03/ayn-rand-answers-best-of-her-qa-edited.html#links">Blog</a> kritisiert. Reisman kritisiert den Herausgeber für die Überarbeitung der mündlichen Äußerungen von Rand, die nicht kenntlich gemacht worden seien, wodurch der Leser nicht wisse, was Ayn Rand wirklich gesagt habe. Zu Reismans Kritik gibt es einige treffenden Anmerkungen von <a href="http://ruleofreason.blogspot.com/2006/03/why-is-george-reisman-making-mountain.htm">Nicolas Provenzo</a> auf seinem Blog Rule of Reason. Der Herausgeber von <em>Ayn Rand Answers</em> hat in der Tat explizit auf seine Überarbeitungen hingewiesen und ebenso deutlich erklärt, dass diese Texte nicht Teil des Objektivismus sind. Ayn Rand selbst hätte eine unedititierte Veröffentlichung ihrer Texte nicht gewollt, wie sie selbst geäußert hat. Einen erfahrenen Wissenschaftler wie Mayhew mit dieser Arbeit zu betrauen, ist nicht kritikwürdig, wenn die beste Person, nämlich Rand selbst, für diese Aufgabe nicht mehr zu Verfügung steht. Allenfalls hätte man sich Anmerkungen gewünscht, die deutlich machen, wo mehr als oberflächlich-rhetorische Änderungen durchgeführt wurden. Davon abgesehen, ist diese schmale Büchlein eine wahre Fundgrube, für jeden der mehr über Ayn Rand und den Objektivismus erfahren möchte, und es sollte deshalb in keinem gut sortierten Bücherschrank fehlen.</p>
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		<title>Die vertane Chance der &#8220;Weltwoche&#8221;</title>
		<link>http://www.objektivisten.org/2008/01/29/die-vertane-chance-der-weltwoche/</link>
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		<pubDate>Tue, 29 Jan 2008 10:26:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>objektivisten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ayn Rand]]></category>

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		<description><![CDATA[Welche eine riesige Überraschung: Die WELTWOCHE aus der Schweiz widmete Ayn Rand in ihrer Ausgabe 24/2007  einen längeren Artikel. Der Autor Thomas Widmer leistet sich aber zahlreiche nicht verzeihliche Formulierungen, die ihm bei besserer Recherche nicht hätten passieren können.Vor allem seine Charakterisierung von Rand als &#8220;liberale Anarchistin&#8221; löst Unwohlsein aus, denn Anarchistin wäre wohl das Letzte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Welche eine riesige Überraschung: Die <a href="http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=16707&amp;CategoryID=95">WELTWOCHE</a> aus der Schweiz widmete Ayn Rand in ihrer Ausgabe 24/2007  einen längeren Artikel. Der Autor Thomas Widmer leistet sich aber zahlreiche nicht verzeihliche Formulierungen, die ihm bei besserer Recherche nicht hätten passieren können.<span id="more-47"></span>Vor allem seine Charakterisierung von Rand als &#8220;liberale Anarchistin&#8221; löst Unwohlsein aus, denn Anarchistin wäre wohl das Letzte gewesen, was Rand als ideologische Beschreibung ihrer selbst hätte akzeptieren könnnen. Und warum beschreibt er ihre Lehre als &#8220;Minarchie&#8221;, die den Staat auf ein &#8220;Minimum&#8221; begrenzen will? Ihre Philosophie heißt &#8220;Objektivismus&#8221; und hat auch politische Implikationen, die man aber mit dem Begriff &#8220;Minarchie&#8221; nur unzulänglich beschreibt (hier hätte der Verweis kommen müssen, dass der Kern ihrer politischen Auffassungen die Individualrechte sind, die der Staat schützen muss.) Und was soll die Bemerkung, sie sei eine &#8220;militante Atheistin und Advokatin der Vernunft&#8221; gewesen. Zunächst einmal hätte man die Beschreibung umkehren müssen: Sie war in der Tat eine Advokatin der Vernunft und daraus ergab sich einfach ihr Atheismus, der allerdings nicht &#8220;militant&#8221; im Sinne eines Vernichtungswunsches gegenüber Gläubigen war. Dass sie &#8220;geweint&#8221; haben soll, als sie die Skyline von Manhattan gesehen hat, habe ich bisher noch nicht gelesen und auch nicht, dass sie sich dem Produzent deMille &#8220;aufgedrängt&#8221; haben soll: Er hat sie einfach aus seinem Auto heraus angesprochen, als sie ihn angeschaut hat. Und wo bitte ist sie als &#8220;antikommuistische Kampfrednerin&#8221; aufgetreten? Antikommunismus allein wäre ich viel zu wenig gewesen, sie wollte für etwas werben, für die Akezptanz der Vernunft. Ungenau, teilweise verfälschend sind Formulierungen wie: &#8220;Jeder Mensch ist sein eigener Zweck, er ist niemandem Rechenschaft schuldig, ist nicht böse, wenn er sich ausleben will.&#8221; Der Mensch ist gut, wenn er rational ist, wenn der Vernunft folgt, aber nicht, wenn er seinen Launen folgt, &#8220;wenn er sich ausleben will.&#8221; Der Autor bemerkt zwar richtig, dass Rand in Kant ihren großen philosophischen Gegenspieler sah, aber sie reduzierte ihn keineswegs auf seine Erkenntnistheorie. Ebenso ausführlich beschäftigte sie sich auch mit seiner Ethik, die sie ebenso vehement ablehnte. Zum Schluss seines Artikels gerät er dann richtig in Stimmung und erweist sich als Echo der Rand-Kritiker im Schlepptau der Brandens. Über die Beziehung zu Nathaniel Branden heißt es: &#8220;Als er eine jüngere Geliebte findet, kann Rand das nicht ertragen. Sie verstösst ihn. Und das Institut geht unter. Was wie ein Filmstoff klingt, ist ein Film geworden. «The Passion of Ayn Rand» (1999) mit Helen Mirren als Rand blendet in diese Jahre zurück, da aus der philosophierenden Schriftstellerin eine Predigerin geworden ist, ja fast eine Sektenführerin. Eine Manipulatorin der Emotionen, die der eigenen Emotionen nicht Herrin wird.&#8221; Dies ist eben genau der Stoff, aus dem die beiden Bücher der Brandens gemacht, die kürzlich James Valliant einer kritischen Überprüfung unterzogen hat, und zu keinem sehr schmeichelhaften Urteil kommt. Ein Buch, dass Thomas Widmer sicher nicht gelesen hat, es aber hätte tun sollen, denn dann wäre vielleicht in der Lage gewesen, einen besseren Artikel zu schreiben.</p>
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		<title>Die &#8220;unbesonnene&#8221; Ayn Rand</title>
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		<pubDate>Sun, 20 May 2007 09:18:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>objektivisten</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ayn Rand]]></category>

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		<description><![CDATA[Während ihres ersten Jahres an der Universität in Petrograd (1921-1922) war Ayn Rand, wie sie sich später erinnerte, &#8220;etwas unbesonnen&#8221;, weil sie alle möglichen anti-sowjetischen Bemerkungen offen äußerte, was sie danach aber bedauerte, weil ihr bewußt wurde, dass sie dadurch ihre Familie in Gefahr hätte bringen können. Einmal etwa sagte sie einem kommunistischen Studenten, dass er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="justify">Während ihres ersten Jahres an der Universität in Petrograd (1921-1922) war Ayn Rand, wie sie sich später erinnerte, &#8220;etwas unbesonnen&#8221;, weil sie alle möglichen anti-sowjetischen Bemerkungen offen äußerte, was sie danach aber bedauerte, weil ihr bewußt wurde, dass sie dadurch ihre Familie in Gefahr hätte bringen können.<span id="more-27"></span> Einmal etwa sagte sie einem kommunistischen Studenten, dass er und seinesgleichen bald von den Laternenpfählen hängen würden. Ihre Heldin Kira in <em>We the Living</em> äußert sich auch &#8220;unbesonnen&#8221;, als sie einem Mitstudenten ihre Meinung von der &#8220;Internationalen&#8221; nicht vorenthält:</p>
<blockquote><p>Zum ersten Mal in Petrograd hörte Kira die Internationale. Sie achtete nicht auf den Text. Der Text sprach von den Verdammten, den Hungrigen, den Sklaven, jenen, die nichts gewesen waren und alles sein würden. Aber in dem wunderbaren Pokal der Musik waren die Worte kein berauschender Wein, kein Entsetzen erregendes Blut, sondern nur graues Spülwasser.<br />
Die Melodie jedoch war wie das Hallen Tausender entschlossen marschierender Füsse, wie Trommeln, die von festen Händen geschlagen wurden, war wie der Marsch der Soldaten, die in der Dämmerung der Schlacht und dem Sieg entgegenziehen. Es war eine Hymne mit der Wucht eines Marsches, ein Marsch mit der Majestät einer Hymne. Es war der Gesang der Soldaten, die geweihte Banner und von Priestern gesegnete Schwerter tragen. Es war ein Lied von der Heiligkeit der Kraft.<br />
Alle hatten sich erhoben, als die Internationale gespielt wurde.<br />
Kira lauschte lächelnd der Musik.<br />
&#8220;Das ist das erste Schöne, das ich an der Revolution bemerkt habe&#8221;, sagte sie zu ihrer Nachbarin.<br />
&#8220;Seien sie vorsichtig&#8221;, flüsterte das junge Mädchen und blickte dabei nervös um sich. &#8220;Es könnte Sie jemand hören.&#8221;<br />
&#8220;Wenn all dies vorüber ist&#8221;, sagte Kira, &#8220;wenn die Spuren ihrer Republik von der Geschichte ausgelöscht sind &#8211; was für ein herrlicher Trauermarsch wird das dann sein.&#8221;</p></blockquote>
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