Posted by admin on Januar 8th, 2009
Richard M. Salsman hat in einem Artikel für die objektivistische Zeitschrift The Intellectual Activist (2004) die Ökonomen aufgefordert, die Weltwirtschaftskrise unverfroren “simplizistisch” zu betrachten – im besten Sinne des Wortes: “Sie müsssen die Tatsache klar identizfieren, dass die Weltwirtschaftskrise durch Etatismus verursacht wurde. Aber da genau die gegenteilige Sichtweise – oder überhaupt keine konsistente Sichtweise – den Fachbereich durchdringt, werden wir fortgesetzt unter den Bösartigkeiten und Erniedrigungen des Etatismus leiden.” Salsman setzt sich auch mit dem “Mythos” auseinander, dass der 2. Weltkrieg der Schlüssel zu einer wirtschaftlichen Erholung war, da die Arbeitslosenrate in den USA schließlich von durchschnittlich 17,2 % im Jahr 1939 auf 1,5 % in den Jahren 1944/1945 zurückgegangen war, was dies angeblich beweisen soll: “Etatisten umgehen typischerweise die Tatsache, dass die Regierung keinen Reichtum schafft, und dies auch nicht kann: sie kann ihn nur leihen, stehlen oder zerstören. Read the rest of this entry »
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Posted by admin on November 3rd, 2008
Wer auch immer der nächste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika sein wird, mit der Stimme von Craig Biddle, Buchautor und Herausgaber der Zeitschrift The Objective Standard, wird er nicht gewählt worden sein, denn wie Biddle in der Herbstausgabe der Zeitschrift kundtat, wird er keinem Kandidaten seine Stimme geben. Und bereits die Überschrift deutet an, warum dies so sein wird: McBama vs. America. Diese beiden Kandidaten, so Biddle, seien nicht unterscheidbar was ihre Grundsätze angehe, was darauf zurückgehe, dass Obama und McCain Aufopferung als moralisch ansehen würden. Der Frage, ob einer der Kandidaten möglicherweise als das kleinere Übel angesehen werden könne -so wie es etwa Robert Tracinski sieht (der allerdings zu Zeiten der Vorwahlen noch klar gegen McCain argumentiert hatte: “McCain ist eine selbstmörderische Wahl für die Republikaner, weil er bei jedem Thema mit Ausnahme des Krieges für eine Kapitulation vor den Linken steht.”)-, geht Craig Biddle nicht nach, sondern versichert, dass er sich den Weg zur Wahlkabine sparen wird, um die Zeit für einen intellektuellen Aktivismus zu nutzen, und er empfiehlt seinen Lesern, es ihm gleich zu tun. Read the rest of this entry »
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Posted by admin on Oktober 7th, 2008
Diana Hsieh (Foto) bemerkt auf ihrem Blog, dass “viele Objektivisten” beim Thema Waffenrechte “lauwarm” wären. Sie selbst hat einen Waffenschein zum Tragen einer verborgenen Schusswaffe, darf allerdings auf dem Universitätsgelände, wo sie derzeit ein Graduiertenstudium absolviert, keine Waffe tragen. Dieses universitäre Verbot hat sie kürzlich in einem Leserbrief an die Zeitung The Gazette kritisiert. Ob die “lauwarme” Haltung vieler Objektivisten, von der Diana spricht, auch damit zu tun hat, dass Ayn Rand selbst zum Thema Waffenrechte (Übersicht hier) keine eindeutige Position einnahm (jedenfalls nicht in ihren Veröffentlichungen), kam man nur spekulieren. Read the rest of this entry »
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Posted by admin on September 2nd, 2008
Die Neokonservativen David Frum und Richard Perle setzten sich im Januar 2004 in einem Artikel des Wall Street Journal unter dem Titel Beware the Soft-Line Ideologues mit der Philosophie der außenpolitischen “Tauben” in den USA um den ehemaligen Außenminister Colin Powell auseinander, wobei sie sich philosophisch etwas verheddern. Die außenpolitischen Tauben werden allgemein als “Realisten” beschrieben, wohingegen die Falken, wie z. B. dem ehemaligen stellvertretenden Verteidigungsminsiter Paul Wolfowitz, als “Ideologen” abgestempelt werden. Frum und Perle hielten dagegen:
“…in Wahrheit ist es das Gegenteil. Es sind die Soft-Liner, die von Ideologie getrieben werden, die unbequeme Fakten ignorieren oder leugnen und undurchführbare Lösungen befürworten. Es sind die Hard-Liner, die die Realisten sind …”
Bedauerlicherweise ist der Satz hier nicht zu Ende. Er lautet vollständig: “Es sind die Hard-Liner, die die Realisten sind, die Pragmatiker.” Read the rest of this entry »
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Posted by admin on August 4th, 2008
In einem Interview mit PRODOS hat Peter Schwartz, ehemals 1. Vorsitzender des Verwaltungsrates des Ayn Rand Institute und Herausgeber des Buches The New Left: The Anti-Industrial Revolution, der Umweltbewegung vorgeworfen, nicht am Wohlergehen des Menschen interessiert zu sein, sondern daran, die Natur vor den Eingriffen des Menschen zu schützen. Wer allerdings dagegen sei, die Natur zu verändern, sei dagegen, dass sich der Mensch von der Ebene des Höhlenmenschen erhebe, denn jeder Schritt, den der Mensch vorwärts gegangen sei, involvierte einen Umbau der Natur. Schwartz sieht die Umweltbewegung in einer langen philosophischen Tradition, die davon ausgeht, dass es falsch sei, sein eigenes Interesse zu verfolgen: "Selbstinteresse ist SCHLECHT, wohingegen Selbstaufopferung GUT ist. Und diese Doktrin kennen die Menschen gewöhnlich unter dem Namen ALTRUISMUS." Read the rest of this entry »
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Posted by admin on Juli 1st, 2008
Im Jahr 2004 entstand eine interessante Debatte zwischen prominenten Objektivisten im Rahmen der amerikanischen Präsidentschaftswahlen. Harry Binswanger (anders als Leonard Peikoff) entschied sich seinerzeit für Bush, und ich möchte seine Argumente an dieser Stelle noch einmal wiedergeben:
Der Philosoph Harry Binswanger vom Objectivist Academic Center (OAC) des Ayn Rand Institute (ARI) beschreibt die Bedeutung der amerikanischen Präsidentschaftswahlen mit den Worten “Unabhängigkeit versus Abhängigkeit”, wobei Präsident Bush für eine Politik stehe, die Amerikas Souveränität bewahre, Kerry hingegen für eine Politik der Aufgabe der Souveränität, um sich bei den Franzosen und den Despoten bei den Vereinten Nationen einzuschmeicheln. Read the rest of this entry »
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Posted by admin on Juni 3rd, 2008
Robert Tracinski setzt sich in einem Artikel aus dem Januar diesen Jahres mit einem wirklichen infamen Buch eines Konservativen auseinander: Dinesh D’Souzas The Enemy at Home. D’Souza fordert in diesem Buch dazu auf, den Feind zu Hause zu besiegen, denn nur so sei ein Sieg gegen den radikalen Islam möglich. Und der Feind zu Haus …dies ist für D’Souza die “amerikanische kulturelle Linke”. Seine Argumentation wirkt wie Echo auf die Vorhaltungen der Linken (und ihrer libertären Gefolgschaft) hinsichtlich der amerikanischen Außenpolitik, die angeblich der Zorn der islamischen Welt zu Recht hervorrufen würde. Wenn Muslime Atheismus und kulturelle Verderbtheit in Amerika wahrnehmen und zornig behaupten, Amerika versuche, ihnen seine Unmoral aufzudrängen und deshalb seien sie zu einem defensiven Jihad gezwungen, so ist dies Wasser auf die Mühlen von Dinesh D’Souza, denn diese moralische Verkommenheit diagnostiziert auch er und er sieht sich und seine konservativen Mitstreiter im gemeinsamen Boot mit dem traditionellen Muslimen (und allen “traditionellen” Menschen auf der Welt) in einem gemeinsamen Abwehrkampf gegen die Unmoral. Read the rest of this entry »
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Posted by objektivisten on April 1st, 2008
Leserbrief an DIE WELT zum Artikel: “Gysi: Linke ist die einzige nicht neoliberale Partei“, vom 18. 03. 2008
Gregor Gysis These, dass die Linkspartei die einzige nicht neoliberale Partei in Deutschland sei, verströmt einen Hauch von Wahrheit. Tatsächlich steht Gysis Partei außerhalb des neoliberalen Konsenses in Deutschland, sie ist aber keineswegs die einzige nicht neoliberale Partei, sondern lediglich die größte. Read the rest of this entry »
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Posted by objektivisten on März 6th, 2008
In der Ausgabe Oktober 1975 der Zeitschrift The Ayn Rand Letter beschäftigt sich Ayn Rand in dem Aufsatz From The Horse’s Mouth (auch enthalten in dem Sammelband Philosophy: Who Needs It?) mit dem Buch Immanuel Kant: Sein Leben und seine Lehre (englisch: "Immanuel Kant: His Life and Doctrin") des deutschen Philosophen Friedrich Paulsen (1846 – 1908). Paulsen ist ein überzeugter (wenn auch kein unbedingter) Anhänger Kants und seine Darstellung der Philosophie Kants ist so empörend für Rand, weil sie sein Buch als ein Symptom ansieht für die Zustand der Welt des 19. Jahrhundert (das Buch erschien 1898), eine Welt, die existenziell die beste war in der Geschichte des Westens, philosophisch aber die schlechteste: "Paulsen demonstriert nur, wie vollständig diese Bösartigkeit sich verbreitet hatte in der westlichen Kultur am Anbeginn des 20. Jahrhunderts." Read the rest of this entry »
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Posted by objektivisten on Februar 28th, 2008
(Autor: Sascha Settegast ) Wenn man heute die Debatten über Deutschlands Zukunft verfolgt, dann fällt vor allem eines auf: Es werden unzählige, fundamental verschiedene Entwürfe und Gegenentwürfe gemacht, die sich um die eine oder andere Nische des gesellschaftlichen Zusammenlebens drehen und allenfalls lose durch Grundüberzeugungen verknüpft sind, die einander mehr oder minder widerstreiten. Man ruft soziale Gerechtigkeit, Eigenverantwortung, Umweltbewusstsein, ein Recht auf dieses und jenes an, und fordert dann Mindestlöhne oder nicht, streitet sich über deren Höhe in verschiedenen Branchen, diskutiert über die Existenz des Klimawandels und (nicht) zu treffende Maßnahmen, über Kindergeld, Managergehalt, Raucherverfolgung, Hartz IV und IHK-Zwang. Die meisten dieser widerstreitenden Entwürfe sind dabei durch Partikularinteressen motiviert; ihre Vertreter berufen sich auf ein vermeintliches Allgemeinwohl, das mit dem Wohl einer bestimmten Gruppe identifiziert wird, welche die „eigentliche“ Gesellschaft, oder doch einen signifikanten, tragenden, etc. Teil derselben ausmache. Read the rest of this entry »
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