Der Aufstand der Vernunft

Ayn Rands Objektivismus

Biographie

"Das Gespräch mit Ayn Rand war ungefähr so, als würde ich eine Schachpartie beginnen in dem Glauben, ich sei ein Großmeister, um nach wenigen Zügen festzustellen, dass ich schachmatt war." - Alan Greenspan (aus: Mein Leben für die Wirtschaft )

“Sie mag Katzen, Architektur, New York, Filme, und vor allem, Ideen.” - Isabel Paterson (über Ayn Rand am 23. September 1945, in: New York Herald Tribune)

“Ich persönlich glaube, dass der Objektivismus in 25 Jahren die dominante Philosophie in diesem Land sein wird.” - John A. Allison, ehemaliger Vorstandsvorsitzender von BB&T im Jahr 2009

AYN RAND

Amerikanische Schriftstellerin und Philosophin russischer Herkunft. Rand wurde am 2. Februar 1905 in St. Petersburg als Alisa Rosenbaum geboren. 1926 immigrierte sie in die USA und nimmt dort den Namen Ayn Rand an, den sie aus der kyrillischen Schreibweise ihres Nachnames abgeleitet hatte. Rands Roman Atlas Shrugged (dt: "Wer ist John Galt ") wird auch über fünfzig Jahre nach seinem erstmaligen Erscheinen in den USA immer noch stark nachgefragt und gilt es einer der einflussreichsten Werke der amerikanischen Belletristik. In einer landesweiten Umfrage innerhalb der USA wurde 1991 nach den Büchern gefragt, die das Leben der Leser am stärksten verändert hätten: Atlas Shrugged landete nach der Bibel auf dem 2. Platz. Trotz zahlreicher Übersetzungen -auf der Website des Ayn Rand Institute sind  Übersetzungen in insgesamt 18 Sprachen aufgeführt- sind die Verkaufszahlen von Rands Büchern außerhalb der Vereinigten Staaten vergleichsweise gering. Von den zeitgenössischen Schriftstellern, die von Rand beeinflusst wurden, ist vor allem dem der Fantasy-Autor Terry Goodkind zu nennen. Goodkind bezeichnet sich auf seiner offiziellen Website  selbst als Objektivisten. Seine Meinung über Ayn Rand: "Ich glaube, sie war die brillianteste Denkerin seit Aristoteles." 

RUSSLAND

Alisa war das erste Kind des Apothekers Zinovy Rosenbaum und seiner Frau Anna. Später sollte das Ehepaar noch die Töchter Natalia und Eleanora bekommen. Früh entwickelte Alisa ein ausgeprägtes Interesse für Literatur. Bereits in der Schule hatte sie über einen Roman nachgedacht, in dem ein englisches Mädchen versucht, in die Armee zu kommen, um am Krieg gegen Deutschland teilzunehmen. Trotz ihrer Zurückweisung gelingt es ihr schließlich, den Behörden ihren Eintritt in die Armee abzutrotzen, wo sie sich als große Heldin erweist, die an der englischen Küste eigenhändig durch eine MG-Stellung die deutschen Truppen zurückschlägt. Im Alter von neun Jahren entdeckte sie in einem französischen Magazin für Jungen die Fortsetzungsgeschichte The Mysterious Valley von Maurice Champagne, der mit der Figur des britischen Offiziers Cyrus Paltons, den Typus eines heroischen Menschens geschaffen hatte, der sie enorm beeindrucken sollte und der ihr lebenslänglicher geistiger Begleiter sein würde. Von 1921 an studierte sie Philosophie und Geschichte an der Staatsuniversität in Petrograd. Während ihres ersten Jahres an der Universität in Petrograd äußerte sie offen antisowjetische Auffassungen, was ihr im Anschluss aber gleich wieder leid tat, weil ihr bewußt wurde, dass sie dadurch ihre Familie in Gefahr hätte bringen können. Einmal sagte sie einem kommunistischen Studenten, dass er und seinesgleichen bald von den Laternenpfählen hängen würden. Sie teilt den glühenden Antikommunismus ihres Vaters, dessen Apotheke nach der kommunistischen Machtübernahme nationalisiert worden war. Später sollte ihr Vater zum Vorbild für die Romanfigur des Vasili Dunaev in We the Living werden. Ende 1925 erhielt Alisa ihren sowjetischen Pass und 17. Januar 1926 begann sie ihre Reise in die USA, wo sie zunächst bei Verwandten der Familie in Chicago unterkommen wollte. Vater Zinovy ahnte, dass die Abreise seiner Tochter der Beginn einer Erfolgsgeschichte sein könnte, und so äußerte er nach der Abfahrt des Zuges etwas, was mehr war als nur eine vage Hoffnung: “Wartet nur, wartet nur. Alisa wird der Welt noch zeigen, wer sie ist.” Zinovy Rosenbaums Ahnung sollte nicht trügen, aber ein Wiedersehen mit seiner Tochter sollte es nicht geben. Alisa Rosenbaum sollte das Land ihrer Geburt nie wieder betreten und alle Versuche, ihrer Familie eine Ausreise in die USA zu ermöglichen, scheiterten. Ihr Vater Zinovy Zacharovich Rosenbaum starb 1939 und ihre Mutter Anna Borisovna Rosenbaum im folgenden Jahr. Ihre Schwester Natalia starb 1942 bei einem Luftangriff. Lediglich ihre jüngste Schwester Eleanora konnte Ayn Rand noch einmal wiedersehen,  als diese im April 1974 in die USA reisen durfte. Dieses Wiedersehen nach den Jahrzehnten der Trennung verlief allerdings anders, als Ayn Rand es sich erwartet hatte. Ihrer Schwester missfiel ihre Arbeit und ihre Philosophie, und sie kehrte schließlich freiwillig in die Sowjetunion zurück - zur großen Enttäuschung ihrer berühmten Schwester.

AMERIKA

Rands amerikanische Karriere begann mit einer zufälligen Begegnung in Hollywood mit dem bekannten Regisseur Cecil B. DeMille, der ihr eine Rolle als Komparsin in dem Film The King of Kings gab. Bereits der von DeMille 13. September 1926 unterzeichnete Zugangspass trägt den Namen “Rand”. 1929 heiratete sie den Schauspieler Frank O’Connor in Los Angeles. Die Ehe sollte erst über 50 Jahre später mit dem Tod von O’Connor enden. “All meine Helden werden immer nur Reflektionen von Frank sein”, äußerte sie über ihren Ehemann, dessen schlanke, großgewachsene Gestalt Erinnerungen an Cyrus Paltons wecken. O’Connor sollte während der gesamten Zeit ihrer Ehe ein ideologischer Verbündeter und eine Quelle der Inspiration sein. “Dass O’Connor Rands Philosophie teilte, kann nicht bezweifelt werden”, schreibt James S. Valliant in seinem Buch The Passion of Ayn Rand’s Critics. 1931 wurde Rand amerikanische Staatsbürgerin. 1932 gelang es ihr, für 1 500 $ ihren ersten Drehbuchentwurf (”Treatment”) an Universal Pictures zu verkaufen: Red Pawn. Die Geschichte, die in der Sowjetunion spielt, wurde allerdings bis zum heutigen nicht in einem Film umgesetzt.

WE THE LIVING

Die Einkünfte von Red Pawn versetzten sie in die Lage, sich vollständig der Fertigstellung ihres ersten Romans We the Living zu widmen, den sie 1934 beendete, der aber erst 1936 veröffentlicht wird. Der Roman trägt stark autobiografische Züge. Gleichwohl ist es kein Roman über die Sowjetunion des Jahres 1925, worauf Leonard Peikoff im Vorwort für die 1. Taschenbuchausgabe des Romans verweist, sondern ein Roman über jede Diktatur, überall. Eine Theaterversion von We the Living wurde 1939 unter dem Titel The Unconquered produziert. Sie erwies sich allerdings, wie es Ayn Rand formulierte, als „totaler Flop“ und wurde sehr schnell wieder abgesetzt. Im faschistischen Italien wurde der Roman während des 2. Weltkrieges ohne das Wissen und die Erlaubnis von Rand als Vorlage für einen Film benutzt. Der Regisseur Goffredo Alessandrini suchte nach einem Stoff, der ihn in die Lage versetzte, Kritik am faschistischen System zu üben, ohne die Zensur auf sich aufmerksam zu machen. Nachdem Alessandrini die Bemühungen von zwei von ihm beauftragten Drehbuchschreibern als unakzeptabel verworfen hatte und die Dreharbeiten bald beginnen sollten, entschloss er sich, den Film ohne Drehbuch zu realisieren, was dazu führte, dass der Film recht nahe an der literarischen Vorlage blieb. Im Streben nach einem Megaerfolg für den Film verpflichtete Alessandrini auch einige der populärsten italienischen Filmschauspieler seiner Zeit - unter ihnen Rossano Brazzi als Leo und Alida Valli als Kira. Die Zensur täuschten Regisseur und Aufnahmeleiter bei Vorführungen durch die Weglassung besonders problematischer Szenen, die sie später dann wieder in den Film einfügten. Nach Fertigstellung des Films verfügte der Regisseur über erheblich mehr Material, als er eigentlich für einen Film brauchte, was üblicherweise zu Kürzungen geführt hätte. Er entschloss sich allerdings aufgrund der Güte des Materials, zwei Filme aus dem Material zu erstellen: Noi Vivi (Wir die Lebenden) und Addio, Kira (Lebwohl, Kira). Nach einer erfolgreichen Premiere beim Filmfestival in Venedig kam der Film im November 1942 in die Kinos und wurde zu einem riesigen Erfolg. Aufnahmeleiter Anton Mujano spricht in einem Interview von einem “außergewöhnlichem Erfolg, beinahe einem fantastischem Erfolg …” Bald wurde allerdings die Zensur auf den Film aufmerksam - Mussolini selbst soll sehr wütend über den Film gewesen sein - und fünf Monate nach seiner Veröffentlichung wurde er verboten. 1966 erwähnte Rand den Film gegenüber ihrem Rechtsbeistand und dieser erwarb den Film 1968 in Italien. Unter der Mitwirkung von Rand begann 1968 eine Bearbeitung des Films, die allerdings beim Tod von Rand 1982 noch nicht abgeschlossen war. Obwohl Rand den italienischen Film mochte, enthielt er doch philosophische und künstlerische Fehler, die die Bearbeitung auszumerzen versuchte. Der schlimmste philosophische Fehler war in der Andreis Inquisitionsszene zu finden, wo er den Kommunisten vorwirft, sie wünschten die Knechtschaft des russischen Volkes zugunsten von ausländischen Kapitalisten. Diese Szene wurde mit italienischen Schauspielern nachsynchronisiert. Auch wurde die Schluss-Szene eliminiert, die in Analogie zum Roman den Tod von Kira zeigt, aber ohne die erklärenden Worte des Romans uneffektiv wirkt. 1986 wurde schließlich die Arbeit an dem Film abgeschlossen, die nach dem Tod von Rand auch durch deren Erbe Leonard Peikoff begleitet wurde. Aus den zwei Filmen mit einer Laufzeit von 4 1/2 Stunden wurde ein dreistündiger Film mit englischen Untertiteln zusammengeschnitten, der trotz noch vorhandener philosophischer Fehler eindrucksvoll die erdrückende Atmosphäre in einem totalitären Staat zeigt.

NIGHT OF JANUARY 16th
1934 gelang Rand allerdings in den USA ein erster kommerzieller Erfolg durch die Realisierung des Theaterstücks Woman on Trial, das später unter dem Titel Night of January 16th aufgeführt wurde. Es erinnere an eine Perry-Mason-Episode mit einer gewissen “Tiefe” am Ende, meinte The Daily Astorian anläßlich einer Aufführung im Jahr 2006. In Deutschland wurde das Stück unter dem Titel Mordprozess Folkner aufgeführt.

THE FOUNTAINHEAD

Nachdem sie drei Jahre in einem Architekturbüro recherchiert hatte -Rand besaß vorher keinerlei Erfahrungen oder Kenntnisse auf dem Gebiet der Architektur-, begann Ayn Rand 1938 die Arbeit an ihrem Roman The Fountainhead, die sie dann am 31.12.1942, abschloss. Das Thema des Buches beschrieb sie später als “Individualismus versus Kollektivismus, nicht in der Politik, sondern in der Seele des Menschen.” Als Schlüsselsatz in ihrem Roman bezeichnet sie –in einem Brief an einen Fan im Jahr 1945- folgende Passage aus Roarks Rede (S. 757, dt. Ausgabe):

Ich bin hierher gekommen, um zu sagen, dass ich ein Mensch bin, der nicht für andere lebt. Das musste einmal gesagt werden. Die Welt versinkt in einer Orgie der Selbstaufopferung.

Aber The Fountainhead sollte nur eine “Ouvertüre”-wie sie es später selbst formulierte- darstellen, zu dem, was folgen sollte: Atlas Shrugged.

In der Phase der Arbeit an The Fountainhead verfaßte sie im Jahr 1937 die Novelle Anthem, in der Menschen in einer futuristischen Gesellschaft beschrieben werden, die das Wort “ich” aus ihrem Vokabular (und den Köpfen der Menschen) verbannt hat. Die Arbeit an „Anthem“ nahm ungefähr drei Monate in Anspruch. Die Idee für das Buch ging zurück auf Rands Schultage in Russland, als sie all die „bösartigen Attacken“ auf den Individualismus hörte und sich selbst die Frage stellte, wie die Welt wohl aussehen würde, wenn die Menschen das Wort „ich“ verlieren würden. Rands Agentin gelang es allerdings nicht einen Verleger für die Novelle zu begeistern und so wurde es erst im Jahr 1946 in den USA veröffentlicht. In Großbritannien kam das Buch allerdings schon im Jahr 1938 auf den Markt, und wurde dort auch ein Erfolg.

ATLAS SHRUGGED

Die Idee zu dem Roman, der schließlich den Titel Atlas Shrugged tragen sollte, kam Ayn Rand bei einem Telefonat mit einer Bekannten im Jahr 1943. Diese wollte Rand dazu drängen, ihre Leser durch eine nichtfiktive Darstellung ihrer Philosophie aufzuklären. Rand reagiert unwirsch auf einen derartigen Vorschlag, da sie der Ansicht war, ihre Verpflichtung erfüllt zu haben und jedem aufmerksamen Leser ihre Intention klar geworden sein sollte. Sie fragte sich laut, was wohl passieren würde, wenn alle kreativen Menschen in den Streik treten würden, um derartige Verpflichtungen abzuwehren. Sie hielt dies für eine gute Ideen für einen Roman und ihr anwesender Ehemann pflichtete ihr bei. Die Umsetzung dieser Idee in einen fertigen Roman sollte schließlich 14 Jahre in Anspruch nehmen und aus dem ursprünglichen Titel “The Strike” wurde Atlas Shrugged, eigentlich nur der Titel eines Kapitels des Romans. Der Roman zeigt den stillen Rückzug von fähigen Menschen aus allen Bereichen aus einer Gesellschaft, die sich durch Anwendung kollektivistischer Konzepte in einem unaufhörlichen Niedergang befindet. Allein zwei Jahre ihrer Arbeitskraft investierte Rand in “Galts Speech”, einer Rede ihres Protagonisten John Galt, dem Rand beinahe 35 000 Wörter in dem Mund legt, um damit ihre gesamte Philosophie zusammenzufassen. Am 10. Oktober 1957 bringt das Verlagshaus Random House Atlas Shrugged auf den Markt. “Die Kritiken waren brutal”, schreibt Justin Martin in seiner Biographie über Alan Greenspan. Wie Leonard Peikoff allerdings in einem Interview mit der Zeitschrift The Intellectual Activist bemerkte, war Rand von den ablehnenden Kritiken nicht enttäuscht, da sie nichts anderes erwartet hatte. Die negative Besprechungen wirken sich nur anfänglich hemmend auf die Verkaufszahlen aus, denn die Leser, die der Roman fand, beförderten ihn durch Mundpropaganda innerhalb von zwei Monaten in die Top 10 der Bestsellerliste der New York Times, wo der Roman insgesamt 18 Wochen bleiben sollte. Jim Peron nennt Atlas Shrugged zweifellos einen “der einflussreichsten Romane, der je geschrieben wurde.”

NACH “ATLAS SHRUGGED”

Mit der Veröffentlichung von Atlas Shrugged endete der Abschnitt in Ayn Rands Leben, der geprägt war von der Arbeit an ihren Romanen. Für die nun 52 jährige Rand begann die Zeit, wo sie als Sachbuchautorin, Herausgeberin von Zeitschriften, Kolumnistin und Rednerin aktiv werden sollte. Auch das Fernsehen wird auf Ayn Rand aufmerksam und so konnte sie im Jahr 1959 erstmals dieses Medium nutzen, um ihre Ansichten zu präsentieren. Gleich in der ersten Frage bat Gastgeber Mike Wallace Ayn Rand ihre Philosophie, die er als “Randismus” bezeichnet, zu erklären. Rand wies diesen Ausdruck allerdings zurück: “Zunächst einmal nenne ich sie nicht ‘Randismus’. Ich mag diesen Namen nicht. Ich nenne sie Objektivismus…” Im Jahr 1961 erschien mit „For The New Intellectual“ das erste von insgesamt sieben Sachbüchern, das Auszüge aus ihren Romanen enthielt und außerdem den Aufsatz, der dem Buch seinen Titel geben sollte: „For the New Intellectual“. Diese neuen Intellektuellen, die Ayn Rand sich für eine intellektuelle Renaissance wünschte, sollten als Mindestvoraussetzung akzeptieren, dass Gefühle keine Quelle der Erkenntnis seien und dass kein Mensch das Recht habe, Zwang gegen andere zu initiieren.

Im Jahr 1962 begann Rand mit der Herausgabe der Zeitschrift „The Objectivist Newsletter“, die erste von insgesamt drei Zeitschriften, die sie im Laufe der Zeit betreuen sollte. Die erste Ausgabe der Zeitschrift im Januar 1962 enthielt den Aufsatz „Check your Premises“ von Ayn Rand, wo sie analysiert, dass die heutige Kultur von Mystizismus, Altruismus und Kollektivismus dominiert sei, die die Grundlage für Etatismus bildeten. Außerdem gab es einen kurzen Auszug aus dem Buch „Who is Ayn Rand?“ von Nathaniel Branden, dessen Erscheinen in der Zeitschrift für den Juni 1962 angekündigt wird. Während des Jahres 1962 tritt Ayn Rand auch regelmäßig als Kolumnistin für die Los Angeles Times auf. In eine ihrer ersten Kolumnen beschäftigte sie sich mit der erfolgreichen Fernsehserie Die Unbestechlichen (1959 - 1963) um den FBI-Agenten Eliot Ness zu den Zeiten des Alkoholverbots in den USA. Ayn Rand schüttete in dem Artikel vom 8. Juli 1962 Lobeshymmnen über die Serie aus, die sie als “zutiefst moralische Sendereihe” bezeichnete. Den Kritikern der Serie warf sie vor, sie für ihre Tugenden zu verdammen, für den Triumph über die Kriminellen und ihren moralischen Absolutismus. Die Gangster werden in der Serie als “verängstigte Ratten” dargestellt, denen die Männer um Eliot Ness, dargestellt von Robert Stack, gegenüberstehen, der selbst bei ausgesprochen bleihaltiger Luft weder seine Contenance noch seinen Hut jemals verlieren würde: “Durch die nüchterne, ernste Verbissenheit in seinem Auftreten, das totale Selbstvertrauen sogar in Momenten einer vorübergehenden Niederlage, so total, dass sie es sich leisten kann, unbetont zu bleiben, die kontrollierte Intensität, das stille absolute Bekenntnis zu der moralischen Gerechtigkeit seiner Aufgabe, transportiert Stack die Integrität eines wahrhaft unbestechlichen Mannes - eines Mannes, den das Böse nicht in Versuchung führen kann, weil es ihm nichts anzubieten hat.” Nachdem Rands Kolumne erschienen war, schrieb ihr Robert Stack und versicherte ihr, dass ihm The New Enemies of ‘The Untouchables’ gefallen habe. Aber Stack schreibt nicht nur dies: Auch The Fountainhead war nach seinem Geschmack und gern hätte er in der Verfilmung von Rands Roman die Hauptrolle gespielt. Womit er bei Rand offene Türen einrennt: “Sie sind der einzige Schaupieler, den ich je gesehen habe, der fähig ist, Heroismus und Integrität überzeugend darzustellen.”

Im Jahr 1969 wurde Ayn Rand die große Ehre zuteil, dass sie zu den geladenen Gästen anläßlich des Starts des Raumschiffs “Apollo 11″ gehörte, das mit drei Astronauten in Richtung Mond abheben sollte. Neil Armstrong konnte schließlich als erster Mensch am 20. Juli seinen Fuss auf den Erdtrabanten setzen. In der September-Ausgabe ihrer Zeitschrift “The Objectivist“, dem Nachfolgemagazin des “The Objectivist Newsletter”, berichtete Rand später über dieses denkwürdige Ereignis. Um drei Uhr morgens am 16. Juli war Rand aufgestanden, um den Bus zum NASA Guest Center zu besteigen, der dort allerdings erst drei Stunden später angekommen sollte, wo normalerweise für ein Auto zehn Minuten ausreichend waren. Später sah sie sich den Start im Fernsehen an, aber nichts sollte dem Eindruck, den Ayn Rand am Ort des Geschehens gewonnen hatte, gleichen. “Pure Begeisterung” ergreift die Autorin, weil sie Zeugin einer “konkretisierten Abstraktion der Größe des Menschen” geworden war. Der Astronaut Michael Collins, der zur Crew von Apollo 11, gehört hatte, schrieb Rand in einem Brief, dass ihr Artikel wahrscheinlich der beste sei, der über die erfolgreiche Mondlandung geschrieben worden sei. Rand antwortete ihm am 2. Januar 1970, dass dies die schönste Anerkennung sei, die sie während ihrer gesamten Karriere als Autorin bekommen habe. Sie schließt ihren Brief mit der Formel “In tiefer Bewunderung”. Als die Zeitschrift “The Objectivist” im September 1971 einstellt wurde, zählte sie “Apollo 11″ zu ihren drei Lieblingsartikeln, die sie seit dem Beginn der Zeitschrift im Januar 1966 verfaßt hatte.

Im März 1974 wird Ayn Rand eine weitere Ehre zuteil: Sie erhält die Einladung, an der Militärakademie in West Point eine Rede zu halten. Sie wählte das Thema Philosophy: Who needs it und erklärte ihren Zuhörern: “Als ein menschliches Wesen haben Sie keine Wahl hinsichtlich der Tatsache, dass Sie eine Philosophie brauchen.” (Text)

DAS KOLLEKTIV

In den frühen fünfziger Jahren begann Rand, eine Gruppe von intellektuellen Seelenverwandten um sich zu sammeln, die sie nach dem Erscheinungsjahr von The Fountainhead   als "Klasse von ‘43" (Class of ‘43) bezeichnete und die den Hauptteil ihrer sozialen Kontakte ausmachen sollte. Unter den Teilnehmern an dieser Diskussionsgruppe kursierte allerdings auch die scherzhafte Bezeichnung "Das Kollektiv". Mitglieder des "Kollektivs" waren  junge Leute, die durch The Fountainhead mit ihren Ideen vertraut gemacht worden waren, Begeisterung entwickelten, und es schafften, sich ihr persönlich vorstellen zu können. Unter diesen Personen befand sich Leonard Peikoff, außerdem Alan Greenspan, der spätere Chef der amerikanischen Notenbank und der Psychologe Nathan Blumenthal (später Nathaniel Branden), zu dem die Beziehung erst 1968 abbrechen sollte, was Rand auch öffentlich in einem Artikel in der Zeitschrift The Objectivist (To Whom It May Concern) kundtun sollte. In dem New Yorker Apartment von Rand versammelte sich die Gruppe ihrer Anhänger regelmäßig an Samstagabenden, um gemeinsam mit ihrer Vordenkerin philosophische Fragen zu diskutieren, und vor allem, um Rands Manuskripte von Atlas Shrugged zu lesen und zu diskutieren. Oft zogen sich die Diskussionen bis in den frühen Morgen hin.

Barbara und Nathaniel Branden

Nach eigenen Angaben schrieb Branden im Jahr 1949 einen Brief an Rand, in dem er ihr einige philosophische Fragen stellte. Im März 1950 sei es dann zu einem persönlichen Zusammentreffen aufgrund einer Einladung von Rand in ihrem Haus gekommen - kurz vor Brandens 20. Geburtstag. Dieses Treffen begann um 20.30 Uhr und endete erst am nächsten Morgen um 5.30 Uhr. Als Branden sich von Rand verabschiedete, bot die Autorin ihm an, noch ein weiteres Mal zu kommen oder sie anzurufen. Branden nutzte die Gelegenheit, und fragte, ob er am nächsten Tag wieder anrufen dürfe. Er durfte und dieses Gespräch dauerte immerhin auch zwei Stunden. Als Barbara Weiden Branden nach seinem Eindruck von dem ersten Zusammtreffen mit Rand befragte, antwortete er ihr: “Mrs. Logic.” In dem Buch Letters of Ayn Rand wird unter dem Datum vom 02. Dezember 1949 der erste –noch kurze- Brief an „Nathan Blumenthal“ veröffentlicht, den Ayn Rand in Erwiderung auf einen Brief von Branden vom 03. Oktober geschrieben hatte. Sie fragt allerdings in dem Brief, ob Branden nicht der „gentleman“ sei, der vor einiger Zeit gefragt hätte, an welches politische System sie glaube. Am 13. Januar folgt dann der erste längere Brief an Branden. Am 1. September 1950 wechselt Rand von der förmlichen Anrede „Dear Mr. Blumenthal“ zu „Dear Nathan“. Am gleichen Tag hatte sie auch einen Brief an Barbara Branden geschrieben, wo sie zum Ausdruck bringt, wie zufrieden sie über die „ruhige“ und „rationale“ Art von Babara sei – „besonders im Vergleich zu Nathan“. Mit dem 25 Jahre jüngerem Branden hatte Rand allerdings nicht nur eine intellektuelle und, nicht zu vergessen, geschäftliche Beziehung, sondern über mehrere Jahre auch eine romantische Beziehung -mit Zustimmung der jeweiligen Ehepartner der beiden Beteiligten-, die "wahrscheinlich ungefähr zu der Zeit der Veröffentlichung von Atlas Shrugged endete", wie Jeff Britting vermutet. Zusammen mit seiner Frau Barbara, die ebenfalls zum inneren Kreis der Objektivisten gehörte (die Ehe bestand von 1953 bis 1965), veröffentlichte er im Jahr 1962 das Buch Who is Ayn Rand?, das -neben mehreren Aufsätzen von Branden selbst- eine von Barbara Branden verfaßte biographische Studie enthält, für die Ayn Rand von beiden Autoren intensiv interviewt worden war. Auf die genannten Interviews griffen beide Autoren nach ihrer Trennung von Rand zurück, als sie unabhängig voneinander Bücher über ihre Zeit im Umfeld von Ayn Rand verfaßten. Barbara Branden macht bereits im Vorwort die Stossrichtung ihres Buches deutlich, wenn sie in Bezug auf Rand schreibt: “Ihre Tugenden waren größer als das Leben, ebenso wie ihre Fehler.” Wenn Barbara Branden von Fehlern in Bezug auf Ayn Rand spricht, sind damit keineswegs nur Defizite in Rands Persönlichkeit gemeint, sondern auch Fehler in ihrer Philosophie, wie Mrs. Branden offen in einem Interview mit der Zeitschrift The Free Radical anspricht, wo sie im Jahr 2001 äußert, dass “Ayn Rand Fehler machte, sowohl was einige Aspekte ihrer Philosophie angeht, als auch in ihrem persönlichem Leben.” Nathaniel Branden machte seine “Differenzen” gegenüber dem Objektivismus bereits 1984 in dem Aufsatz “The Benefits and Hazards of the Philosophy of Ayn Rand” deutlich. Wie im Titel bereits angedeutet wird, beschreibt Branden in seinem Aufsatz nicht nur die “Gefahren” des Objektivismus, sondern auch seine Vorteile, diese machen aber im Vergleich zu den von ihm ausgemachten Gefahren nur den weitaus kleineren Teil des Textes aus. Brandens Kritik am Objektivismus in diesem Text muss als grundlegende Abrechnung mit der Philosophie Rands eingestuft werden, denn sie geht über die Bennung von Fehlern in der Anwendung der Philosophie auf konkrete Problemstellungen hinaus, wozu etwa die Frage gehört, ob eine Frau den Wunsch haben sollte, Präsident der Vereinigten Staaten zu werden, worüber Rand einen Aufsatz geschrieben hatten, der auch unter Objektivisten stark diskutiert wurde, und auch heute noch wird. Trotz (oder wegen?) dieser deutlichen Vorbehalte gegen den Objektivismus spielten Nathaniel und Barbara Branden im von David Kelley gegründeten The Objectivist Center (vorher IOS) seit Mitte der neunziger Jahre eine herausgehobene Rolle. Beide werden regelmäßig als Redner zu Konferenzen eingeladen und die Zeitschrift des TOC veröffentlich auch zwei Aufsätze von Nathaniel Branden. 1999 wurde Barbara Branden sogar die Ehre zuteil, beim Festbankett zum 10jährigen Jubiläum des TOC als Hauptrednerin auftreten zu dürfen.

Leonard Peikoff

Den 1933 in Kanada geborene Leonard Peikoff lernte Rand 1951 in Kalifornien kennen, kurz bevor Ayn Rand mit ihrem Ehemann wieder nach New York zog. Peikoff ist der Vetter von Barbara Branden, die wie er ebenfalls aus dem kanadischen Winnipeg stammt und diese vermittelte auch den Kontakt zu Rand. Im September 1953 zog er nach New York und bis auf wenige kurze Besuche sollte es ein endgültiger Abschied von seinem Geburtsland sein. Bis zu seinem endgültigen Umzug nach New York reiste er regelmäßig dorthin, um Ayn Rand zu treffen und mit ihr philosophischen Fragen zu diskutieren. Seinen ursprünglichen Karriereplan, so wie sein Vater auch Arzt zu werden, gab Peikoff zugunsten eines Philosophiestudiums auf.

Alan Greenspan

Ohne Zweifel war Alan Greenspan der berühmteste aus der Gruppe um Rand, der er insgesamt 15 Jahre angehören sollte.  Ein ehemaliger Kommilitone von der New York University (NYU), Robert Kavesh, berichtete von den Veränderungen, die er an seinem Freund Mitte der fünfziger Jahre bemerkte: „Er begeisterte sich wirklich für den Objektivismus. Er sprach ständig vom „Überprüfen der Prämissen und solchen Dingen.” Nach Ayn Rands Tod wurde Greenspan 1987 von Präsident Reagan für den Posten des Präsidenten der Notenbank nominiert und schließlich auch durch den Senat bestätigt. 1974 war Ayn Rand nebst Ehemann bei der Vereidigung von Greenspan als Vorsitzender des Wirtschaftsbeirates der Regierung Ford noch zugegen gewesen, und ihre Teilnahme an der Zeremonie kann sicherlich als Billigung dieser politischen Funktion angesehen werden. Über Greenspans Aufstieg zum einflussreichen Chef der Fed konnte Rand keine Meinung mehr abgeben, andere Objektivisten, bekannte und weniger bekannte, allerdings schon, wobei die skeptischen Nachfragen, ob Greenspan nicht seine Meinung geändert habe, immer mehr durch offene Ablehnung seiner Rolle bei der Regulierung der Wirtschaft ersetzt wurden.

LIBERTARIANISMUS

Seit dem Beginn der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts bildete sich in die USA eine politische Ideologie unter dem Namen “libertarianism” heraus, die am klassischen Liberalismus anknüpfte, aber den Namen Liberalismus vermied, da dieser Begriff immer stärker von linken Kreisen okkupiert wurde. Rands Romane und Schriften gelten als “Katalysator” dieser Bewegung. Die sich entwickelnde libertäre Bewegung in den USA findet in den von Rand veröffentlichten Aufsätzen allerdings kaum eine Resonanz. Der Ausdruck “libertarian” wird von ihr nur in dem Aufsatz “What Can One Do” aus dem Jahr 1972 überhaupt verwendet. Neben den wenigen schriftlichen Äußerungen von Rand zum Libertarianismus existieren einige mündliche Stellungnahmen, die sich aus Fragen von Zuhörern nach ihren Vorträgen ergaben. Nach der Gründung der Libertarian Party im Jahr 1971 tauchen auch immer wieder Fragen nach ihrer Einschätzung dieser neuen Partei auf. Die Libertarian Party hatte in ihrem Programm von 1972, das von dem Philosophieprofessor John Hospers formuliert werden war, noch “neo-randianische” Züge aufgewiesen, wie später Murray Rothbard bedauernd feststellen sollte. Diese Einschätzung traf auf das überarbeitete Programm von 1974 nicht mehr zu. Ayn Rand selbst muss bewusst gewesen sein, dass das ursprüngliche Programm der LP ihren Ansichten ähnelte. Als sie 1972 in der Ford Forum Hall gefragt wird, was sie von der Libertarian Party hält, äußert sie sich zwar negativ über die Partei, geht aber nicht direkt auf das Programm ein. Erst 1976 anwortet sie an gleicher Stelle in Bezug auf die Libertären: “Sie sind keine Verteidiger des Kapitalismus.”
Rands Ablehnung des Libertarianismus nimmt im Laufe der Zeit immer schroffere Formen an. 1980 äußert sie, dass die Libertären “heute vielleicht die schlimmste politische Gruppe sind, weil sie den Kapitalismus am stärksten schaden können, dadurch, dass sie ihn in Verruf bringen.” 1981 wirft sie ihnen im Ford Hall Forum vor, dass sie ein “amoralisches politisches Programm” wollten und es sich bei ihnen um einen “monströsen, widerwärtigen Haufen von Menschen” handeln würde. Auf eine andere Frage erwidert sie an gleicher Stelle, dass sie die Hilfe von “intellektuellen Spinnern” weder akezptiere noch erbeten habe. Der Zurückweisung des Libertarianismus entspricht auch die Zurückweisung der führenden Ideologen dieser Denkschule. Zu nennen wären hier Murray Rothbard, Milton Friedman und Friedrich Ausgust von Hayek. Eine Ausnahme lässt sich allerdings finden: Ludwig von Mises. Im Jahr 1945 traf Ayn Rand in New York erstmals mit Ludwig von Mises zusammen. Den Kontakt hatte Henry Hazlitt hergestellt, der Rand dem Immigranten aus Europa vorstellte. Mises, eine “Gentleman der alten Schule”, wie Jennifer Burns in ihrem Buch Goddess of the Market schreibt, war besonders beeindruckt von Rands Interesse an Ökonomie. Er betrachtete The Fountainhead als bedeutenden Beitrag für ihre Sache, und erzählte Hazlitt, dass Rand der “mutigste Mann” in Amerika wäre. Ein Kompliment, das Rand durchaus zu schätzen wusste.

VERMÄCHTNIS

Ayn Rand stirbt am 6. März 1982 in ihrem New Yorker Apartment an Herzversagen. Sie wurde auf dem Kensico Cemetery in Valhalla, N. Y., neben ihrem Mann beerdigt. 13 Jahre vor ihrem Tod war sie bei einer Vortragsveranstaltung von einem Zuhörer gefragt worden über ihren Tod befragt worden: “Ich nehme an, dass man mich beerdigen wird. Ich glaube nicht an Mystizismus oder ein Leben nach dem Tod. Das bedeutet nicht, dass ich glaube, dass der menschliche Geist notwendigerweise materialistisch ist; aber er ist auch nicht mystisch. Wir wissen, dass wir einen Geist und einen Körper haben, und dass der eine nicht ohne den anderen existieren kann. Deshalb, wenn ich sterbe, wird dies das Ende für mich sein. Ich denke aber nicht, dass dies das Ende meiner Philosophie sein wird.” Bei ihrer letzten öffentlichen Rede (The Sanction of the Victims) am 21. Novermber 1981 in New Orleans vor Geschäftsleuten forderte Rand diese auf, antikapitalistische Institutionen nicht mehr zu unterstützen: “Es ist ein moralisches Verbrechen, Geld zur Unterstützung von Ideen auszugeben, mit denen man nicht übereinstimmt. Es ist ein moralisches Verbrechen, Geld auszugeben, um seine eigene Zerstörung zu unterstützen.” Am 1. Januar 1982 schreibt sie die letzte Seite für das Drehbuch von Atlas Shrugged. Nach ihrem Tod wird von ihrem Schüler Leonard Peikoff, den die kinderlose Rand auch zu ihrem Erben bestimmt hatte, das Ayn Rand Institute  gegründet, das die Aufgabe hat, Rands Philosophie zu verbreiten und zukünftige objektivistische Intellektuelle auszubilden. Der Objektivismus wird heute -neben dem ARI- vor allem von dem amerikanischen Finanzdienstleister BB&T finanziell und ideell unterstützt. Die firmeneigene Philosophie ist stark von objektivistischen Prinzipien geprägt. Punkt 1 der "Werte " des Unternehmens ist "Realität": "Was ist, ist. Wenn wir besser sein wollen, müssen wir innerhalb des Kontext der Realität handeln (den Fakten). Unternehmen und Personen machen oft ernsthafte Fehler dadurch, dass sie Entscheidungen treffen, die auf reinem Wunschdenken basieren, oder auf Theorien, die von der Realität abgekoppelt sind."